Wieso halten sich sowenige an die Regel 6.3.

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Wieso halten sich sowenige an die Regel 6.3.

Beitrag: #1Beitragvon rowa1965 » 22.05.2017, 09:53


Hallo,

wieso halten sich so wenige an die Regel zur Segelnummer 6.3. in den Klassenregeln?

speziell dieser Passus wird oft nicht beachtet:
Segelnummer Die Segelnummer besteht aus den letzten 2 Ziffern der persönlichen Segelnummer oder der zugeteilten Bootsnummer. Vor der ersten Ziffer muss genügend Platz für ein Unterscheidungssymbol sein, falls dieses erforderlich wird.

Gibt es da für in den deutschen Regel eine andere Regelung? Die Einhaltung der dieser Regel würde es den Regattaveranstalter doch viel einfacher machen. Bei der großen Anzahl von Leihbooten gibt es da öfters ein wenig Verwirrung. Bei den oft dreistelligen Segelnummern bleibt meist kein Platz für ein zusätzliches Unterscheidungszeichen. Die Wettfahrten und der Zieleinlauf wären viel besser zu beobachten. Außerdem wüssten die Veranstalter schon bei der Nennung zur Regatta welche Nummer im Segel steht und kann alles besser Vorbereiten. Am Regattatag bräuchte nicht jedem hinterhergelaufen werden welche Nummer nun im Segel steht. Bei der Auswertung wird es dann auch ein wenig einfacher und einige Fehler könnten somit vermieden werden. Ich finde es nicht besonders gut, wenn bei der Siegerehrung falsche Platzierungen genannt werden, wie es mir leider am Laprello passiert ist.

Gruß, Rolf
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Rolf
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Re: Wieso hälten sich sowenige an die Regel 6.3.

Beitrag: #2Beitragvon Number 5 » 22.05.2017, 13:24


Hallo Rolf,

hast Du schon mal in die Seglerliste geschaut, wieviel Boote mit der Nummer 27 da erscheinen könnten, wenn man Deinen Wünschen folgte?
Die 27 ist nämlich schon vergeben.
die 127, 327 und 527 ebenfalls.
Und bei vielen anderen Nummern wäre das ebenso. Und die Segel werden auch nicht besser, wenn man ständig andere Nummern oder Symbole aufkleben oder aufmalen muss. Nur um sie anschließend wieder zu entfernen.
Und wenn Du gleich die dreistellige Nummer drauf hast, brauchst Du gar kein zusätzliches Symbol.
Ich kann auch nicht ganz nachvollziehen, warum Du eine falsche Platzierung bekommen hast wegen Deiner dreistelligen Nummer. Wenn zwei gleiche, zweistellige Nummern dort vertreten gewesen wären, hätte ich ja Verwechselungen vielleicht noch verstehen können. So aber nicht.
Gruß aus Eilenburg

Dieter
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Re: Wieso hälten sich sowenige an die Regel 6.3.

Beitrag: #3Beitragvon rowa1965 » 22.05.2017, 16:29


Das geht doch in anderen Klassen auch ohne Probleme. Das die Nummern der Seglerliste zusammen bei einer Regatta erscheinen ist ja unwahrscheinlich. Wieso gibt es dann die Klassenregel wenn sich keiner daran hält? Oder kann man sich die Regeln aussuchen wie man will, das ist doch dann alles völliger Schwachsinn. Normal sind doch die Klassenregeln da damit man sie einhält.
Gruß aus Aachen

Rolf
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Re: Wieso hälten sich sowenige an die Regel 6.3.

Beitrag: #4Beitragvon EDH » 22.05.2017, 16:41


Hallo zusammen,

ich finde Rolfs Hinweis auf den Wortlaut und die Respektierung bzw. Umsetzung der geltenden Regeln richtig.

Ein Blick in die letzten Regattaergebnisse zeigt aber auch, dass in einer Regatta Dopplungen der beiden Endziffern der Segelnummer relativ selten vorkommen, so dass es nur selten notwendig werden dürfte, über die Anbringung einer dritten Ziffer zur Unterscheidung der Segelnummern überhaupt nachzudenken.

Und: Regattateilnehmer könn(t)en anhand der Starterliste rechtzeitig vorher erkennen, ob Dopplungen überhaupt vorkommen und sich dann mit der Wettkampfleitung bzw. dem Veranstalter abstimmen, was zur eindeutigen Identifizierung zu veranlassen ist. Dies wäre mein Vorschlag zur Problemlösung, weil dann rechtzeitig z. B. eine 3. Klebeziffer angebracht werden könnte, die nach der Regatta leicht wieder entfernt werden kann.
Bei der Regatta auf dem Kulkwitzer See war die Wettkampfleitung kulant und teilte mir mit, dass trotz Dopplung nichts zu veranlassen war.

Ich habe dies als positive Erfahrungen registriert. Natürlich ist in der Anmeldung die vollständige 3-ziffrige Segelnummer anzugeben, auch wenn auf den Segeln nur 2 Ziffern angebracht sind. Und die komplette, 3-ziffrige Segelnummer ist natürlich auch bei jedem Zieleinlauf mit allen 3 Ziffern zu nennen. Das hilft bei der Protokollführung.
Und ansonsten habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei einem überschaubaren Starterfeld meistens auch andere Merkmale des Bootes (Rumpffarbe, Farbelemente im Segel, farbige Patches auf dem Rumpf) eine eindeutige Unterscheidung hinreichend ermöglichen, auf die sich die Wettkampfleitung einlassen kann, es aber nicht muss.

Freundliche Grüße aus Dresden

Ernst
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Re: Wieso hälten sich sowenige an die Regel 6.3.

Beitrag: #5Beitragvon stetson » 22.05.2017, 17:24


Um evtl. Mißverständnisse auszuräumen:
Ein Segler kommt mit mehreren Booten und einer entsprechenden Anzahl Riggs,die verständlich mit seiner Segelnummer versehen sind,zur Regatta.Ein Segler,der im Moment kein eigenes Boot zur Verfügung hat,aber eine eigene Segelnummer,segelt mit einem der Boote.Folglich sind also 2 Boote mit identischer Segelnummer auf dem Wasser.Diese Konstellation kann auch mehrfach vorkommen.Es wäre für den Ablauf hilfreich,eine akzeptable Lösung zu finden.
Gruß Hano
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Re: Wieso hälten sich sowenige an die Regel 6.3.

Beitrag: #6Beitragvon arjan » 22.05.2017, 17:44


rowa1965 hat geschrieben:Das geht doch in anderen Klassen auch ohne Probleme. Das die Nummern der Seglerliste zusammen bei einer Regatta erscheinen ist ja unwahrscheinlich. Wieso gibt es dann die Klassenregel wenn sich keiner daran hält? Oder kann man sich die Regeln aussuchen wie man will, das ist doch dann alles völliger Schwachsinn. Normal sind doch die Klassenregeln da damit man sie einhält.


Es gibt Regatten, da fahre ich schon immer mit ne 1 vor meinem 67 weil da immer eine 67 da ist und wir uns halt so geeinigt habe, schliesslich bin ich dort gast und er freut sich drüber, Ist auch besser als das jedes jahr diese eins getauscht wird.

Mit dem gleichen Segler traf ich nochmal einer aus FRA und aus POR mit dem gleichen nummer... Tja dann muss man sich doch was einfallen lassen. Ich hab mit dann ein 7 dran geklebt....

Also dopplungen kommen öfters mal vor, auch in andere Klassen. Nicht immer wird dann eine zusatzzahl erfordert, manchmal reicht auch ein landeskennung.

Ulli Burbat bietet immer an eine 1 zu kleben, wenn wir uns treffen, finde ich ganz nett.
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Re: Wieso halten sich sowenige an die Regel 6.3.

Beitrag: #7Beitragvon Uwe » 22.05.2017, 19:07


Mir ist diese Geschichte mit den Segelnummern auch etwas suspekt. Ich habe mir vor ca. 10 Jahren die GER 55 abgegriffen und sehe heute in einem Video von der Regatta am Lago Laprello in Heinsberg noch zwei weitere Boote mit dieser Nummer. Ich pflege akribisch die Seglerliste aber irgendwie machen die Skipper was sie wollen. Es kann doch nicht so schwer sein, 3 Ziffern aufs Segel zu malen: wir haben doch hier keine Footies ;)
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Re: Wieso halten sich sowenige an die Regel 6.3.

Beitrag: #8Beitragvon GER O » 22.05.2017, 19:11


es war ja auch echt heftig.

Ich fange mal mit den zweimal GER 55 an, Boot verliehen, Boote waren ordnungsgemäß beschriftet, eine Markierung wäre möglich gewesen
Zweimal GER 239, Boot verliehen, Bei einem Boot war die 2 verändert, reichte wohl nicht.
Zweimal GER 07, Boot verliehen Boote waren ordnungsgeemäß beschriftet, eine Markierung wäre möglich gewesen
Zweimal 60 als Endziffer, ordnungsgemäß beschriftet und dann durch Zusatzziffer markiert.
und das bei 12 Startern.

Also war es eher so, dass es nur um eine zusätzliche Markierung bei den ordnungsgemäßen Beschriftungen ging und nicht um zu viele Ziffern im Segeln.
Ich habe mich über so viel Verleihen gefreut. Yogi, Matthias und Gregor sind selbstlos die Boote gestellt worden. Prima finde ich das.
Aber, wir sind da nicht genug auf Rolf eingegangen, das sollten wir beim nächsten Mal besser machen. Für die nächste Regatta bei uns werden bestimmt vorher Ziffern geplottet oder der Filzer ist nicht weit. Versprochen.
Sorry, Rolf.

Übrigens war ich wohl der Einzige, der nicht vorschriftsmäßig beschriftet war. Ich hatte nur die 0.
Gruß Gero
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Re: Wieso halten sich sowenige an die Regel 6.3.

Beitrag: #9Beitragvon stetson » 22.05.2017, 19:36


@ Uwe,
Beschriftung lt. Klassenregel:
"Segelnummer
Die Segelnummer besteht aus den letzten 2 Ziffern der persönlichen Segelnummer
oder der zugeteilten Bootsnummer.
Vor der ersten Ziffer muss genügend Platz für ein Unterscheidungssymbol sein, falls
dieses erforderlich wird."
Thomas Edom hat lt. Seglerliste die Segelnummer 355.
Gruß Hano
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Re: Wieso halten sich sowenige an die Regel 6.3.

Beitrag: #10Beitragvon rowa1965 » 22.05.2017, 20:23


Ja so langsam wird das Problem ja erkannt. Auch ich finde es super gut, dass jedem der mit segeln möchte ein Leihboot zur Verfügung gestellt wird, echt Klasse!!!
Führen alle Boote ihre Segelnummer so wie in der Klassenvorschrift vorgeschrieben wird, sehe ich ja schon bei den Anmeldungen, ob es da irgendwelche Doppelnummern gibt und kann und kann schon im Vorfeld reagieren und die Betroffenen zeitig informieren, die könnten dann schon zu Hause z. B. ein kleines Stück Klebestreifen als eine 1 vor die zweistellige Segelnummer setzen, ebenso könnte das bei Leihbooten gemacht werden und alles wäre gut. Erst bei Regattabeginn von den Skippern zu erfahren, welche Nummer den nun in seinem Segel steht, kann schnell zu einen Nummernsalat führen mit dem sich dann der Regattaleiter rumschlagen muss. Den Zieleinlauf durch eine andere Person ansagen zu lassen, völlig unmöglich. Aber worüber diskutieren wir hier? Es ist doch alles in den Klassenvorschriften geregelt, da besteht kein Handlungsbedarf, sie müssten nur von allen eingehalten werden. Vielleicht lässt sich ja die KV etwas einfallen um diesen Missstand zu beseitigen.
Gruß aus Aachen

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