Klassenregeln 2014 Deutschland und Schweiz

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Re: Klassenregeln 2014 Deutschland und Schweiz

Beitrag: #11Beitragvon Roland K. » 21.06.2012, 09:50


Ich denke verschiebbar und Kielwechsel kann man nicht voneinnader trennen. Ist zwar an sich was anderes. Aber ich kann mir ja auch 2 Kiel bauen die eigentlich identisch sind und nur ein Stück weiter vorne oder hinten in der Aufnahme sitzen.

Ansonsten bin ich mit Heiri komplett einer Meinung:
Meine Meinungen:
5.2.3 Drei Riggs sind genügend. (ich habe mittlerweile 12, nehme aber immer nur 3 davon, je nach Rumpf verschiedene)
5.2.4 Karton- oder Papierschablone finde ich unsinnig.
7.1.1 Zwei (2) Servos sind vollkommen ausreichend, sollte so belassen werden (Gewicht versus Wirkung)
7.1.2 Kiel und Ruder sollte wechselbar und verschiebbar sein (Wind, Welle, unbekanntes Revier, etc).


das könnte man von mir aus so als Deutsche (und wenn ihr Konsens habt auch als Schweizer) Meinung in Frankreich vortragen.

Die Änderungen wären dann in den wesentlich Punkten so das man auf die Open regelung wirklich komplett verzichten könnte was für die Zukunft in Sachen verständlichkeit der Klasse für Einsteiger, Akzeptanz etc sicher sehr gut wäre.



Einen Punkt hätte ich noch wobei der nicht so wahnsinnig wichtig ist: bei uns ist keine Mindestlänge definiert. Ich denke das ist auch OK so. Wer ein schnelles Boot bauen will wird eh die maximale Länge ausnützen wollen. Aber wenn jemand das Boot ausversehen zu kurz gebaut hat kann er trotzdem starten. Kürzer machen ist immer leicht, länger machen schon schwieriger.

Ausserdem bin ich der Meinung Regeln sollten so einfach und kurz wie möglich sein, dann gibts weniger Punkte wo Missverständnisse und Fehlinterpretationen auftreten können.
Roland K.
 

Re: Klassenregeln 2014 Deutschland und Schweiz

Beitrag: #12Beitragvon Henning D. » 21.06.2012, 13:04


5.2.3 Drei Riggs sind ok, wenn der kiel wechselbar wird.
5.2.4 ich baue meine segel mit sailcut. so eine schablone kann ich machen, ist aber auch irgendwie unsinn... excel tabelle geht aber nicht...
7.1.1 Anazhl der Servos ist eine gewissensfrage. ich habe schiffe mit mehr servos und ich bilde mir ein, dass ich die auch gewinnbringend einsetzen kann. gewichtsfrage ist aus meiner sicht ein märchen. man kann das also so lassen oder aber auch einfach freigeben. ich wäre für freigeben, aber das ist nur meine private meinung.
7.1.2 Kiele und ruder müssen wechselbar werden, fertig. anzahl der kiele muss nicht reglementiert werden. das regelt sich selber. selbst ich als absoluter mega kiel fan habe nur 3 derzeit.
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Re: Klassenregeln 2014 Deutschland und Schweiz

Beitrag: #13Beitragvon Admin1 » 21.06.2012, 18:36


Servus zusammen,

ich würde auch sagen 3 Riggs, Kiel und Ruderwechsel sollen unbedingt rein.
Man sollte schon die Möglichkeit haben sein Boot an die örtlichen gegebenheiten und wechselnden Wetterbedingungen anzupassen. Ist ja letztendlich auch ein Taktikelement und sorgt z.B. auch für ein kontrollierteres segeln was letztendlich der gesamten Veranstaltung zugute kommt.
Wofür sollen diese Schablonen bzw. Tabelle überhaupt gut sein?
Macht doch nur unnötige Arbeit und vermessen wird doch letztendelich sowieso das Segel.
Sollte meiner Meinung nach ersatzlos gestrichen werden!
Anzahl der Servos kann man doch auch freigeben?
RG ist eine Konstruktionsklasse .. wenn jemand damit Experimentieren will .. warum nicht?
Das Boot wird schwerer und komplizierter .. denke das regelt sich von selber.
Inzwischen gibt es ja auch GPS-Module die Positionsdaten zum Sender zurückfunken.
Das könnte man möglicherweise untersagen. Aber bitte nicht die anderen Infos wie Empfängerspannung und Empfangsqualität .. durchaus sinnvoll und dient der Betriebssicherheit.
Ein anderer Punkt wurde hier --> http://www.forum.rg-65.de/viewtopic.php?p=1991#p1991
in Beitrag #8 & #9 schonmal angesprochen.
Sollte klar geregelt sein z.B. Spieren grösser 12mm werden als Segelfläche gewertet.
Hintergrund:
Es kann durchaus sinnvoll sein bei einem Starkwindrigg den Swingbaum grösser auszulegen um eine höhere Festigkeit und Riggspannung zu erreichen. Da hier die Segelfläche sowieso kleiner ist sollte es doch kein Problem sein?
Bleibt noch Werners Frage mit dem Profilmast.
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Re: Klassenregeln 2014 Deutschland und Schweiz

Beitrag: #14Beitragvon Cord » 22.06.2012, 05:40


Heiri hat geschrieben:Hallo RG-Gemeinde


Irgendwie muss die Möglichkeit gegeben sein, den Kiel längs verschiebbar zu montieren.
Auch mit verschiedenen Kielfinnen-Formen, -Längen, -Gewichten soll das Optimum erreicht werden.
Wenn dann das Optimum erreicht ist, können die Anhänge so, über eine Regatta, montiert bleiben.

Das Schiff ist nun optimal eingestellt, ich gehe an eine Regatta.
Nun legt jemand Protest gegen mein Schiff ein, weil der Kiel wechsel- und verschiebbar ist.
Dann müsste ich nach den heutigen Regeln zusammenpacken und nach Hause fahren.



Hallo Heiri,

das ist so nicht richtig. Du darfst im Vorfeld einer Regatta so viel mit Kielen rumprobieren, wie du möchtest. Die Kombination, die du dann für dich als optimal ermittelt hast, kannst du bei einer Regatta fahren, so lange du sie über einen Wettfahrttag nicht veränderst.
Die int. Regel verbietet keineswegs die Existenz oder die Benutzung mehrerer Kiele oder einer Verstellmöglichkeit, du musst dich nur für jeden Tag am Anfang festlegen. Eine Protestgrundlage entsteht durch die bloße Existent deines Systems in keinem Fall.

Es gibt eine Regelinterpretation im RG-Bereich von rcsailing.net, die ich gerade nicht auf die Schnelle finde, aber dort wird das, was ich oben geschrieben habe, bestätigt. Mehr noch, auf eine Anfrage von mir im int. Forum wurde die o.g. Interpreation sogar soweit bestätigt, dass sie nicht nur für die Längsverschiebung des Kiels, sondern auch für eine Auf- und Abwärtsverschiebung, sprich Kiellängenänderung gilt.

Der Hintergrund der Papierschablonen ist die Vereinfachung der Vermessung: an den relevanten Stellen stehen auf der Schablone Maße, du legst die Schablone hin, guckst dir dsa Maß an, Zollstock daneben und fertig. Wenn du einige Kontrollmaße genommen hast, und dir sicher bist, dass die Schablone korrekt gemessen und gerechnet ist, legst du das Segel drauf und guckst, ob es passt.
M.M. nach einfacher als an einem flatternden und profilierten Segel rumzumessen und sich die Sollmaße irgendwo zusammenzusuchen...

Rest kommt später, wenn ich aus dem Büro zurück bin.


Grüße aus Kiel
Cord
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Re: Klassenregeln 2014 Deutschland und Schweiz

Beitrag: #15Beitragvon Badi » 22.06.2012, 08:18


Hallo Cord

Danke für deine Präzisierung. Die Regelauslegung stimmt so für mich und ich glaube auch für die meisten CH-Segler.

Ich persönlich finde es wichtig, dass ein Veranstalter bei kleineren Regatten (Regio-Cup usw.) daran denkt oder sich überlagt, dass er allenfalls einen Kiel- od. Ruderwechsel während des Regattatages zulässt. Diese Regatten sind ausgezeichnete Testmöglichkeiten um für das Boot die optimalen Einstellungen zu finden. Viele haben ja nur diese Regatten als Vergleichsmöglichkeit um ihr Boot bei Wettkampfbedingungen wirklich zu testen.
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Re: Klassenregeln 2014 Deutschland und Schweiz

Beitrag: #16Beitragvon Roland K. » 22.06.2012, 08:29


Hallo Badi,
das sehe ich auch so und wird hier im Norden auch meist so gehandhabt.

Momentan geht es aber eigentlich um was anderes: es soll im Rahmen der WM über INTERNATIONALE Regeländerung nachgedacht werden. Das ist auch nicht von uns angeregt, Antonine hat nur netterweise darauf hingewiesen das "wir" uns vorher überlegen sollten welche Meinung wir haben.

Ich sehe das als Chance zu versuchen die Dinge die uns bei unserer "Open" Regelung wichtig sind evtl. auch den anderen nahezubringen. Wenn es auch in der internationalen Regelung erlaubt wäre Kiele zu wechseln bräuchten wir uns über Sonderregelungen und Regelauslegung keinen Kopf mehr zu machen ;-)

Ob das ganze Erfolgversprechend ist oder von vorneherein zum Scheitern verurteilt werden wir sehen, versuchen sollte man es.
Roland K.
 

Re: Klassenregeln 2014 Deutschland und Schweiz

Beitrag: #17Beitragvon weha » 29.06.2012, 15:04


Hallo Andy

Mein Profilmastproblem ist keines,
Ich denke es betrifft nur mich, und meine Segelvermessung beginnt bei Vorderkante Mast.
Fahre ja nur RG-65 Open , da ist es geregelt.
international wahrscheinlich sowieso nicht.

Grüße Werner

Ich fahre sehr gerne , aber langsam.
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Re: Klassenregeln 2014 Deutschland und Schweiz

Beitrag: #18Beitragvon Admin1 » 29.06.2012, 15:17


weha hat geschrieben:Ich fahre sehr gerne , aber langsam.


Servus Werner,
OK .. so bist Du garantiert auf der sicheren Seite!
Bist halt ein Geniesser!
Wer langsam fährt hat auch viel mehr vom Kurs und kann den anderen zuschauen wie sie sich abrackern :D
Die besten Plätze im Feld sind immer ganz vorn oder hinten .. in beiden fällen hast Du freie Fahrt und kannst Deinen Stiefel durchziehen :hadbang:
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Re: Klassenregeln 2014 Deutschland und Schweiz

Beitrag: #19Beitragvon Rio » 23.08.2012, 10:23


Roland K. hat geschrieben:Hallo Badi,
Ich sehe das als Chance zu versuchen die Dinge die uns bei unserer "Open" Regelung wichtig sind evtl. auch den anderen nahezubringen. Wenn es auch in der internationalen Regelung erlaubt wäre Kiele zu wechseln bräuchten wir uns über Sonderregelungen und Regelauslegung keinen Kopf mehr zu machen ;-)


Hallo Regelausleger,

das sehe ich genauso. Je einfacher die Regeln sind umso besser.

Um die Bauwut nicht ausufern zu lassen würde ich die Anzahl der Riggs, Kiele und Ruder auf 3 begrenzen und den Wechsel freistellen.
Die Segelzeichnung 1 : 1 macht meiner Meinung nach für das A-Rigg SInn und wird für den Bau eigentlich auch gebraucht. Maße, Flächenaufteilung und Berechnungen können auch gleich mit rauf. Andere Maßstäbe könnte man zulassen, wenn die Übersichtlichkeit gegeben ist. Die Vermessung wird damit aber schwieriger.
Wer in Sailcut konstruiert, kann ja anschließend die Schablonen zusammenkleben und hat schon die geforderte Schablone. Geht dann auch mit A4-Drucker.
Im Rahmen von Meisterschaften finde ich Vermessung in Ordnung. Den Messbrief sollte jeder selbst ausfüllen können.
Bei der Servoanzahl bin ich leidenschaftslos. Ich habe noch kein Trimmservo vermisst, gönne aber jedem den Spaß der sowas haben will. Ergo am besten freistellen, ebenso wie die Anzahl der Frequenzen und Rückmeldungen vom Boot.
Die Mindestbootslänge würde ich streichen, ebenso die maximale Fenderdicke.
Schöne Grüße vom Storkower See
Mario

Mario Rudolph - GER 12 - 2,4 GHz
Boote _/) aktiv: Slim_65, _/) , verkauft: X1K, No 3 <->, außer Dienst: ; JIF.65 _
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Segel: TL-Sails, P-Sails, X-Sails, Eigenbau
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Re: Klassenregeln 2014 Deutschland und Schweiz

Beitrag: #20Beitragvon GER44 » 26.08.2012, 14:47


Das Thema ist nicht mehr ganz jung, trotzdem........


Heiri hat geschrieben:Hallo RG-Gemeinde

Meine Schweizer-Meinung:
@tobias
Da auch ich gerne mit neuen Bootsrümpfen/Anhängen experimentiere, möchte ich den Einwand von Tobias gerne unterstützen.
Irgendwie muss die Möglichkeit gegeben sein, den Kiel längs verschiebbar zu montieren.
Auch mit verschiedenen Kielfinnen-Formen, -Längen, -Gewichten soll das Optimum erreicht werden.
Wenn dann das Optimum erreicht ist, können die Anhänge so, über eine Regatta, montiert bleiben.


Dagegen gibt es aus meiner Sicht nichts einzuwenden. Ich würde in Deiner Argumentation zur Klarstellung einen Zusatz aufnehmen.

>>.......können die fixierten Anhänge so, über eine Regatta, montiert bleiben.<<<


Das Schiff ist nun optimal eingestellt, ich gehe an eine Regatta.
Nun legt jemand Protest gegen mein Schiff ein, weil der Kiel wechsel- und verschiebbar ist.
Dann müsste ich nach den heutigen Regeln zusammenpacken und nach Hause fahren.


Die Gefahr sehe ich nicht. Bei meinem Meterboot ist der Kiel um 1 cm in der Längsrichtung verschiebbar und Kiel und Ballast auch wechselbar.

Auszug aus den Klassenvorschriften:

4. Kiel, Ballast und Ruder
4.1. Kiel
Der Kiel muss in der Mittelinie des Rumpfes platziert sein. Er darf nicht beweglich
sein, kann aber für Transportzwecke entfernbar sein.

Lese ich so:
Wenn der Kiel platziert ist darf er nicht beweglich sein. Wie und wo er platziert wird ist nicht vorgeschrieben.
Es geht eher um solche Konstruktionen, wie den seitlich schwenkbaren Kiel bei einem Boot von Henning oder die Positionsänderung innerhalb des Regattatages.
Aus diesem Grund werden bei internationalen F5-Meisterschaften die Anhänge (selbst der Ballast) gekennzeichnet und ihre Positionen zum Rumpf bzw. Kiel gekennzeichnet und während der Regatta kontrolliert.
Wenn ich zu Beginn jedenen Regattatages mich für einen Kiel entscheiden kann siehe Antwort von Anto@n in einem anderen Thema), dann ist das eine große Erleichterung. Ich musste mich in HUN bei der Registrierung ohne Internet entscheiden. Ich wusste nur, dass am ersten Regattatag heftiger Wind angesagt war. Die 3 anderen Tage wäre der 300 g leichtere Ballast die bessere Wahl gewesen, aber bei der Regatta nicht zulässig.

Deswegen sehe ich Deine Planungen durch die RG-65 Klassenvorschriften gedeckt.
Ich wünsche Dir erfolgreiches Probieren.

Ulli
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