Holzklasse

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Beitrag: #1Beitragvon CB750 » 26.03.2013, 12:35


Hallo,
da nicht jeder fertige Rümpfe, geschweige fertige Boote zum segeln kaufen möchte oder kann, frage ich mich, ob wohl eine gesonderte Wertung bzw. Unterklasse (Wertungsmultiplikator) von Booten mit Holzrumpf möglich wäre. Die Diskussion kam bereits bei der DragonForce auf (die bisher noch nicht einmal die Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen konnte), aber zur Nachwuchsförderung wäre eine gesonderte Wertung von selbstgebauten RG65-Booten mit Holzrumpf der günstigste Einstieg in die Eigenbauklasse und später wäre ein Aufstieg in die Carbonfraktion möglich. Es werden ja immer wieder Boote in klassischer Holzbauweise hier eingestellt. Ich bezweifle jedoch die Konkurrenzfähigkeit zu den um einiges leichteren Booten aufwändigerer Herstellungsverfahren.
Man könnte auch in der Segelanweisung ausschließlich Holzboote zulassen, was aber eine Abspaltung hervorrufen würde, was ich nicht befürworte.

Gibt es hier im Forum noch mehr Interessenten für Holzbootregatten?
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MfG
Udo

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Re: Holzklasse

Beitrag: #2Beitragvon haegar » 26.03.2013, 12:59


Hallo,
so was hatten wir doch schon ab und zu. Entweder reine Holzbootregatten - warum befürchtest Du da gleich eine Abspaltung, ist halt mal ein etwas anderes Event - oder Sonderwertungen für das beste Holzboot. Das habe ich selbst bei der iDM in Berlin damals gemacht. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Abgesehen davon segelt ein guter Segler mit einem gut gebauten Holzboot auch vorn mit. Es muss nicht unbedingt CfK sein!
Gruß aus Teltow
Achim
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Wer die Zeit anhalten will, sollte es mal mit Sekundenkleber probieren ...

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Re: Holzklasse

Beitrag: #3Beitragvon g2909 » 26.03.2013, 14:56


Moin Carlos,

da möchte ich Achim zustimmen. Wer mit Holz bauen kann, wird auch ein einigermaßen konkurrenzfähiges Boot zustande bringen. Und wer segeln kann, wird auch mit der übelsten Möhre beachtliche Ergebnisse erzielen.

Es gab in der Vergangenheit immer wieder Ausschreibungen, die auf Holzboote ausgerichtet waren. Und wer mag, darf gerne eine weitere Regatta für Holzschiffchen ausrufen. Andernfalls lasst uns gemeinsam segeln und Spaß haben ;)

Gruß Christian
“Es ist mir scheißegal, wer Dein Vater ist. Solange ich hier segel, läuft mir hier keiner übers Wasser!”

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Re: Holzklasse

Beitrag: #4Beitragvon Reto » 26.03.2013, 16:49


Hallo zusammen
der erste selbstgebaute Holzrumpf ist wahrscheinlich noch nicht der Siegerrumpf, aber dann ... Mit der Erfahrung werden die Rümpfe leichter und damit konkurrenzfähiger! Mit guten Leistungen des Bremsers an der Funke kann man durchaus vorne mitfahren. Denkt aber auch an die Segel! Ich bin überzeugt, ein gutes Rigg mit entsprechenden Segeln macht noch mehr aus, wenigstens beim durchschnittlichen Regattasegler. Am Ende muss natürlich für den ersten Platz alles zusammen passen, aber genau darum fahren ja auch immer die gleichen vorne weg ;-)
Aus diesem Grund bin ich der Meinung, es kann nur EINE Wertung geben - oder dann für jeden eine eigene Wertung, dann ist jeder erster :gold: Sonderpreise für das schönste, älteste, kurioseste, etc Boot sind natürlich ebenso willkommen, gefragt und schön. Als passionierter Holzbootbauer suche ich die Konkurrenz bei den schnelleren, egal ob Yoghurtbecher oder Balsaflunder. Auf eine erfolgreiche gemeinsame Regattasaison!

Gruss, Reto
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Re: Holzklasse

Beitrag: #5Beitragvon arjan » 27.03.2013, 09:30


Bin dafür das jeder einfach :gold: bekommt aus welcher Begründung dann auch.

Vorteil, wir brauchen das Schiffchen nicht mehr zu wassern, können direkt ans after sail schluckchen fachsimpeln gehen.

Wie geschrieben das erste und das zweite Holzboot, schwer vs leichter.
Und wie ist es dann mit meinem ersten GFK / CFK boot?
Bestimmt schwerer als alles andere was rum fährt.....

Bei Entwicklungsklasse hat man immer das Problem das man denkt das der Ander besseres Material hat,
man selber im Nachteil ist. Mit dem Material ist zum Teil richtig.
Aber das beste Material, was nicht zusammen passt, bringt auch nichts.
Also, wenn du segeln möchtest, werf dein Boot ins Wasser and kämpfe im Feld, wo du auch rumtreibst,
beschäftige mit das, was du beeinflüssen kannst und lass dein Energie weg was du nicht ändern kannst.

Wenn ich damals in Berlin iDM nach was jeder von dem Boot geschrieben hat gesegelt wäre, war ich irgendwo hinten gelandet, nun 5-er (ohne streicher sogar 2-er :shock: ).........

Wenn man gerne Holzboot / Eigenbau / Eigenentwurf /Kaufliches / Rote Boote / Profilierte Segeln / nach Alter des Bootes bzw des Seglers eine Wertung machen möchte......
Würde sagen organisiere es und vielleicht findet es genug Segler, ich würde es schade finden.
(Wenn es soviele unter Klassen gibt, könnte man ggf mit 7 Pokalen aus einer Regatta Heimfahren,
Frau freut sich :roll: )
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Re: Holzklasse

Beitrag: #6Beitragvon hagendoes » 27.03.2013, 12:57


moin zusammen.
nur mal kurz: es gibt keine, im bootsbauerischen sinne, holzboote in der rg-klasse.
oder baut hier jemand in sperrholz?
oder formverleimt?
oder plankt hier jemand klassisch sein boot auf?
über spanten?
und kalfatert danach die plankennähte?
eben.
gruss uns schöne osterfeiertage, hagen. und hund.
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Re: Holzklasse

Beitrag: #7Beitragvon GER O » 27.03.2013, 14:19


hagendoes hat geschrieben:moin zusammen.
nur mal kurz: es gibt keine, im bootsbauerischen sinne, holzboote in der rg-klasse.
oder baut hier jemand in sperrholz?
oder formverleimt?
oder plankt hier jemand klassisch sein boot auf?
über spanten?
und kalfatert danach die plankennähte?
eben.

gruss uns schöne osterfeiertage, hagen. und hund.



Alles Definitionssache.

Die Holzbaustandards habe ich gerade nicht zur Hand,
aber schon aus Joachim Schult, Seglerlexikon:
"Leistenbauweise, die,
Methode des Bootsbaus aus Holz, ... In der Leistenbauweise wurden bis ca. 1970 vorwiegend kleine Selbstbau-Segelboote aus genormten schmalen Planken gefertigt, die man über Spanten oder Mallen ... in derjenigen Form biegen konnte, die ihnen die Außenhaut eines Rundspanters vorschreibt. Die Plankenstöße wurden dabei vernagelt und verleimt..." usw.

Bis auf "genormt und vernagelt" kann man so, wie schon oft geschehen, eine RG bauen.
Mallengerüst kopfoben, Leisten anpassen, biegen, untereinander verleimen, umdrehen, Mallen raus oder als Spanten stehen lassen, Decksweger u. -balken rein, usw. Aus meiner Sicht reiner Holzbootsbau auf 65cm.
o.k., die erste Coriolis habe ich nur mit Weißleim und G4 "verbunden", statt mit Kupfernägeln und Kalfaterkit.
Gruß Gero
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Re: Holzklasse

Beitrag: #8Beitragvon arjan » 27.03.2013, 15:41


Können wir die Holzklasse nochmal wieder unterverteilen in
ein viertel, drei viertel, halber holzbau wie auch nach klassicher art wie auch verklebungs art....

Bestimmt das es noch richtige Holzschuhen gibt, meins ist leider nur ein Fuß lang......


edit: Klar ist das meiner Meinung zu unterschiedliche Subklassen die ist, das es nicht sein muß.
Respektiere aber auch andere Meinungen und bin auch froh das anderen ihre Meinung schreiben.
Für die die mich nicht kenne, fehlt zu bestimmte Kommentäre die History dazu, teilweise auch weil sie die unterschiedliche Klasse uberschreiten.
Zuletzt geändert von arjan am 27.03.2013, 21:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Holzklasse

Beitrag: #9Beitragvon Admin1 » 27.03.2013, 15:52


Servus,

Iss gut Arjan, wir müssen es nicht übertreiben :D

Ich denke es klingt bei den meisten Antworten durch .. eine extra Holzklasse ist wenig sinnvoll.
Natürlich lässt sich mit einem Holzrumpf kaum das Gewicht eines guten Kunststoffrumpfes erreichen aber das ist ja auch nur ein Baustein zum guten Boot. Wichtiger ist z.B. Rigg & Segel und überhaupt ein stimmiges Gesamtkonzept. Dann muss das alles auch zu den Gewohnheiten des Skippers passen um zu Funktionieren.
Und überhaupt wissen sicher alle die schonmal an einer Regatta teilgenommen haben .. die meisten Fehler passieren zwischen den Ohren :roll:

Aber wenn sich ein Veranstalter findet kann man natürlich eine Holzbootregatta ausloben. Da spricht nichts dagegen und sowas hatten wir schonmal.
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Re: Holzklasse

Beitrag: #10Beitragvon gajo » 27.03.2013, 19:57


Grüß Gott Miteinander


Seit November 2012 bin ich unter dem Benutzer gajo registriert. Ich habe zwei Schiffe aus Balsaholz, meine Palo de Agua und meine Ritalin. Die Ritalin habe ich vergangene Woche fertig gebracht.Beide Schiffe haben ein Swingrigg.
Ein wenig segeln kann ich auch. Um zu wissen was ich und meine Holzboote leisten können werde ich dieses Jahr einige Regatten mit segeln. Unsere Klasse gefällt mir. Euere Gedanken zur Holzklasse finde ich interissant. Aus fehlender Erfahrung kann ich leider nicht mehr zu dem Thema sagen. Ich arbeite lieber mit Holz als mit GFK oder CFK, vielleicht muss ich das ändern?

Der Beitrag Holzklasse ist genau richtig um mich bekannt zu machen.


Grüße Josef

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