RG65 Finn Dinghy

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Moderator: Uwe

RG65 Finn Dinghy

Beitrag: #1Beitragvon ger529 » 31.07.2015, 17:22


Servus Segler,

da ich schon länger nach einem neuen Projekt suche ist mir die Idee gekommen eine Finn
in RG Format zu bauen.
Mir gefällt die Jolle sehr gut und evtl. werde ich mir demnächst eine Richtige kaufen.
Aber erstmal das Modell ;)

Hab gerade mal den Plan verkleinert und komme dann bei einer länge von 65cm auf 22cm breite.
Wenn möglich würde ich gerne wie beim Original nur mit Schwert und ohne Kielgewicht auskommen. Sondern nur Gewichte im Rumpf verwenden.
Hat da einer schon Erfahrung ob das geht?
Das würde den Bau schon wieder um einiges erleichtern.

Gruß Christian
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Re: RG65 Finn Dinghy

Beitrag: #2Beitragvon VeitHAM » 01.08.2015, 07:17


moin,

dem legt die Physik hohe Hürden entgegen.
Wenn Du ein gegebenes Boot skalierst bzw maßstäblich verkleinerst,
vermindert sich die Stabilität in der 4. Potenz, die Segelfläche (~ Winddruck im Segel)
aber nur in der 2. Potenz; bleibt eine Differenz von n² .
Das ginge also allenfalls für ein extremes Leichtwindboot.
Die Skale-Segler vertiefen und verbreitern ihre Langkiele daher um einiges, um dann bei
Flaute majestätisch übers Wasser zu gleiten.
Wenn Dein Finn allerdings unter Wasser nicht skale ist ..... dat sieht ja keiner.

Gruß Veit
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Re: RG65 Finn Dinghy

Beitrag: #3Beitragvon MartinRheine » 01.08.2015, 09:02


Hallo Christian,

Cooles Projekt. Du musst unbedingt hier berichten, wie es weitergeht.

Ich würde vermuten, dass ein bisschen Blei unten drunter erforderlich ist, um ein kentersicheres Boot zu bekommen. Als Kompromiss könntest du vielleicht das Schwert dicker und schwerer ausführen um die Kentersicherheit zu erreichen.
Ich glaube, es gibt auch schon die ein oder andere Jolle als RC-Modell, vielleicht müsstest du mal erforschen, wie das da gelöst wurde.
Physik anpassen, wie Veit schrieb wird sicher auch erforderlich sein. Wahrscheinlich musst du mehr Tiefgang einplanen, um auf genügend Verdrängung zu kommen.

Viele Grüße,
Martin.
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Re: RG65 Finn Dinghy

Beitrag: #4Beitragvon Arne » 01.08.2015, 09:09


Moin,

Rainer Kuhlmann bietet die O-Jolle als Bausatz an: http://www.segelboot-modelle.de/wb/page ... -jolle.php

Am besten mal anfragen wie das "Schwert" ausgeführt ist. So wie ich ihn einschätze wird er dir bestimmt weiterhelfen :)


Gruß

Arne
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Re: RG65 Finn Dinghy

Beitrag: #5Beitragvon MartinRheine » 01.08.2015, 09:19


Auf der Kuhlmannseite war ich gerade auch. Beim Zugvogel sieht man eine Bleibombe unten dran, bei den anderen sind keine Informationen zu dem Thema. Die Hansajolle von Aeronaut hat wohl ein abnehmbares Zusatzgewicht für stärkeren Wind.

Bei Scale-Nachbauten steht man immer vor der Entscheidung: Exakt maßstabsgetreu ergibt blöde Segeleigenschaften. Langer Kiel (abnehmbar) ist immer geflunkert. Und die Kompromisse dazwischen sind halt Kompromisse. Finde ich aber trotzdem den besten Weg. Bei meinen Booten ist mir wichtig, dass sie so auf dem Teich fahren wie sie auch im Regal stehen. Am schlimmsten finde ich ein langes Schwert aus Plexiglas ("durchsichtig") an einer J-Class Jacht...

Martin
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Re: RG65 Finn Dinghy

Beitrag: #6Beitragvon ger529 » 01.08.2015, 16:09


Servus,

freud mich wenn euch mein neues Projekt interessiert.

Also wenn ich die Segelfläche genau so wie den Rumpf skaliere, würde ich auf eine
Segelfläche von 1,4qm kommen. Das wäre natürlich viel zu viel.
Eigentlich wollte ich die Fläche von der RG nehmen. Mal schauen ob das optisch passen würde.

Würde das Boot gerne möglichst Skale bauen darum einen Kiel wirklich nur wenn es nicht anders geht.
Ich dachte mir da der Rumpf eh recht breit ist müßte es doch reichen wenn ich das Gewicht in die Seiten
des Rumpfes platziere.
Wie beim Original lege ich keinen Wert auf ein kentersicheres Boot. Suche ja eine Herausforderung ;)
die ich bei Booten mit Kiel nicht habe.
Außer es würde sich wirklich nicht steuern lassen dann müßte halt ein Kiel her.
Versuch macht klug.

Gruß Christian
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Re: RG65 Finn Dinghy

Beitrag: #7Beitragvon Yogi Bär » 01.08.2015, 18:13


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Hi Christian ,

diese Idee hatte ich auch schon .
Rumflänge 65 cm, breite ca. 22 cm .
Ich habe ein Finn Positiv gebaut und abgeformt , einen Rumpf und ein Deck gebaut , aber weiter bin ich nie
gekommen.
Ich habe eine Form vom Rumpf und Deck , einen Carbon Rumpf mit Deck , siehe Fotos .
Würde diese 4 Teile für 50 Euro plus 7 Euro abgeben .

Gruß Yogi

Bei Fragen ? 0163-2005040 oder Bsmpeters@t-online.de
Ein Leben ohne Segeln ist möglich, aber sinnlos .
Yogi Bär
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Re: RG65 Finn Dinghy

Beitrag: #8Beitragvon VeitHAM » 02.08.2015, 07:19


moin Christian,

wenn Du wirklich "Heiß drauf" bist....

geh mal auf Sponberg Yacht Design, dort articles, dort design ratios und dort speziel

Dellenbaugh Angle, kannst auch Dellenbaugh Angle direkt suchen.

Dort ist das mit der (Anfangs-) Stabilität erklärt.

Gruß Veit
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Re: RG65 Finn Dinghy

Beitrag: #9Beitragvon Torti » 02.08.2015, 08:04


Eigentlich brauchst du doch nur so viel Gewicht, das sich die Kiste nach dem Fast-Kentern wieder aufrichtet.
Sollte vielleicht mit einem unauffällig längeren und etwas dickeren Schwert aus Messing machbar sein.
Messing ist relativ schwer und hat ne harte Oberfläche...da hält der Lack besser als auf Blei.
Ausser du kennst ne Quelle für Wolfram und jemand der es bearbeiten kann... ;)
MfG Torti

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Re: RG65 Finn Dinghy

Beitrag: #10Beitragvon Paula » 02.08.2015, 10:53


Hallo Christian,

wo die Hansa Jolle von Aeronaut angesprochen worden ist,ich habe das Kunststoffschwert gegen ein Messing-schwert ausgewechselt und fahre Inneballast neben dem Schwert. Funktioniert hervorragend. Bei der Hansajolle fahre ich auch eine Winde und habe Mast mit Keep und Baumbeschläge am Mast und Baum aus dünnem Messingblech angefertigt, die Wantenspanner nicht mit einem Haken sondern direkt auf M 2 Gewindebolzen an Deck befestigt. Die Segel habe ich auch neu gemacht. Bei der O Jolle könnte ich mir vorstellen, weil der Mast ganz vorne steht, muß der Innenballast weiter hinten gefahren werden. Der Segler sitzt ja auch in der Mitte oder Hinten.

Gruß Sigi
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