Vorschot beim Swingrigg

Moderator: Uwe

Vorschot beim Swingrigg

Beitrag: #1Beitragvon Kone » 11.05.2017, 12:57


Hallo Zusammen

Mit Swingriggs habe ich nur wenig Erfahrung deshalb eine Frage zur Vorschot.

Was verändert die länge der Vorschot (Einstellung wie weit der Fockbaum nach Lee auswehen kann) am verhalten des Bootes.

Meine Erfahrung vom WE ist, eine zu kurze Vorschot macht das Boot sehr langsam :oops: und wesentlich mehr Höhe läuft es auch nicht. Leegierig wurde es auch nicht.

Klar ist, ich beeinflusse den Fockspalt damit. Aber wann brauche ich einen größeren und wann einen kleineren Fockspalt?

Danke für Erklärungen oder Links zu Threads im Forum die ich bisher ubersehen habe.

Gruß
Falk
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Re: Vorschot beim Swingrigg

Beitrag: #2Beitragvon EDH » 11.05.2017, 14:32


Hallo Falk,

ich habe meine theoretischen Grundlagen unter anderem aus diesen Quellen geschöpft:
http://www.hoch-am-wind.de/Dyas/22-Image/01-Trimm-Allgemein.pdf

http://www.velarc.net/how_to_sail_fast.pdf

http://mm-forum-alt.mm-segeln.de/www.micromagic-segeln.de/forum/showthreadf893.html?tid=4596

Allerdings segele ich mit Normal-Riggs und mache daher keine Aussage dazu, ob dies so auch für Swing-Riggs gilt. Aber vielleicht beurteilen das hier Andere.

Freundliche Grüße

Ernst
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Re: Vorschot beim Swingrigg

Beitrag: #3Beitragvon Kone » 11.05.2017, 15:27


Hallo Ernst

Danke für Deine Quellen und Deine schnelle Antwort. Was konventionelle Riggs angeht komme ich soweit gut zurecht, damit habe ich schon lange Erfahrungen sammeln können und habe darüber auch schon einiges an "Lesestoff" hinter mich gebracht.

Das Swingrigg verhält sich aber gerade was das Problem mit der Vorschot angeht etwas anderst.

u.U findet sich ja noch ein erfahrener Swingriggsegler, der mir da noch etwas Nachhilfe geben kann.

Gruß
Falk
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Re: Vorschot beim Swingrigg

Beitrag: #4Beitragvon GER 2 » 11.05.2017, 15:34


Die beste allgemeine Trimmanleitung gibts in der Tat auf der alten MM Seite. Es handelt sich um die 5 teilige pdf Serie von Thomas Dreyer (Erfinder der MM). Alles Wissen im MM Forum basiert auf Thomas jahrelangem Teaching ;-)

Zu finden hier (ein wenig herunterscrollen):
http://mm-hp-alt.mm-segeln.de/segeln/segeln-a.htm

Das dort gesagte gilt im Grundsatz erstmal auch für Swingriggs. Und ja, je dichter die Fock umso mehr Höhe sollte man laufen können.

Speziell zum Swinggrig:
kann man häufig den Fockspalt etwas dichter fahren als beim konventionellen Rigg. Man muss allerdings sehr aufpassen das man das Boot nicht "abwürgt". Wenn es nicht so richtig in Fahrt kommt, sich anfühlt als "klebt" es auf dem Wasser und die anderen Boote spriziger sind dann ist häufig der Fockspalt zu eng.
Bei glattem Wassert kann man das gut ausprobieren, bei eher welligeren Bedingungen fährt man mit etwas weiterem Fockspalt von vorneherein meist besser.

Speziell zur Mali:
Richtig getrimmt kann man im Idealfall ein wenig mehr Höhe laufen als andere Boote. Allerdings nicht von alleine, das muss man aktiv aussegeln und sich an der Windkante entlang tasten. Wenn man da vom Trimm angekommen ist einfach freien Wind suchen und als erster um die Luvtonne :-)

Gruß
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Re: Vorschot beim Swingrigg

Beitrag: #5Beitragvon filtor » 11.05.2017, 15:56


Moinsen,
der Fockspalt ist das schwierigste an einer RG.
Je nach Wind und Welle fahre ich den Fockspalt so eng es geht, ohne das Boot abzuwürgen.
Grade bei mehr Wind und Welle ist es sonst kaum möglich die Wende sauber zu fahren.
Den Vortrieb kompensiere ich dann über noch mehr Twist im Groß.
Ich probiere mindestens eine halbe Stunde vor jeder Regatta bis ich die Einstellung gefunden habe, die sich gut anfühlt.
Da muss man sich langsam rantasten......

VG
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Re: Vorschot beim Swingrigg

Beitrag: #6Beitragvon GER 2 » 11.05.2017, 16:20


Noch vergessen: betrifft den Fockspalt nur indirekt, ist aber Swingriggspezifisch: Schot so einstellen das man den Swingbaumm ggfs. genau Mittschiffs fahren kann. Regeln die man häufig für das "konventionelle" Rigg liest: Groß 5°, Fock 12° auf gelten nicht fürs Swing.

Geht natürlich auch nicht bei allen Bedingungen aber möglich sein muss es auf jeden Fall. Wie Torsten gesagt hat, das wichtigste ist Segeln und zwar gegen andere, nur so findet man den optimalen Trimm.
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Re: Vorschot beim Swingrigg

Beitrag: #7Beitragvon EDH » 11.05.2017, 16:37


GER 2 hat geschrieben:Die beste allgemeine Trimmanleitung gibts in der Tat auf der alten MM Seite. Es handelt sich um die 5 teilige pdf Serie von Thomas Dreyer (Erfinder der MM). Alles Wissen im MM Forum basiert auf Thomas jahrelangem Teaching ;-)
(...)

Hallo Roland,
vielen Dank für den Tipp, habe ich sogleich meiner Linksammlung hinzugefügt.
Gruß
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Re: Vorschot beim Swingrigg

Beitrag: #8Beitragvon Kone » 12.05.2017, 06:33


Hui genau so hab ich mir das vorgestellt vielen Dank Roland und Torsten.

Natürlich kannte ich auch schon die Trimmanleitung von Thomas Dreyer. Ich bin zwar im Moment nicht aktiv am MM Regatta segeln, ich komme aber von dort bzw. vom 1/1.

Ich habe jetzt auch schon länger eine Viperfish und segle die auch schon eine Zeit lang. Auf dieser habe ich aber ein "Versuchs" Swingrigg von Arne mit Salings (ohne Achterstag) und mit zwei Bäumen. Wie ich jetzt feststelle segelt das Ding sich etwas anderst als die "normalen" Swingriggs mit nur einem Baum für die Fock.

Seit letzter Woche habe ich nun die MaLi mit den "normalen" Swingriggs. Auf der Regatta in Oberzenn habe ich mich mit dem Trimm etwas verzettelt und bin eindeutig in die verkehrte Richtung gelaufen.

Den Swingbaum mitschiffs, aha daher kommts, den hab ich natürlich schön 5-10° offen gehabt.

Danke nochmal jetzt hab ich wieder etwas zum "nachmachen" und austesten ohne mich in irgendeine falsche Richtung zu verrennen.

Gruß Falk
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