Erstes Rigg für die RG 65

Moderator: Uwe

Re: Erstes Rigg für die RG 65

Beitrag: #21Beitragvon Reto » 26.01.2017, 12:53


Hallo Marcus
gratuliere, sieht gut aus! Mich würde dann nach den ersten Segeltests interessieren, wie sich der Materialmix verhält (Falten etc). Ich habe bisher immer die Finger davon gelassen und immer nur Icarex mit Icarex und Folie mit Folie verbaut. Wenn du dann darüber berichten könntest wäre das toll. :tup:
Gruss, Reto
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Re: Erstes Rigg für die RG 65

Beitrag: #22Beitragvon M65 » 28.01.2017, 16:40


Hallo Reto,

Danke für das Feedback. Die Kombination der beiden Materialien von Icarex und Mylar habe ich von einem Segel für die MicroMagic übernommen. Ralf Bohnenberger hatte es mir verkauft. Bei seiner Variante handelte es sich um die 40 Gramm Version von Mylar. Bei meinem Segel habe ich die 25 Gramm Version verwendet.
3 mm breites Klebeband, da es ja hier sich um ein Leichtwind Segel handelt. Das Klebeband habe ich aus Holland von einem bekannten Shop dort. Dieses Klebeband ist meines Erachtens genauso stark wie das Klebeband von 3M in 6 mm breite. Bei der Variante von Ralf Bohnenberger handelt es sich um ein Segel für mittlerem bis stärkerem Wind, es hat mich nie enttäuscht. Muss aber auch zugeben das ich nicht ein richtiger Kapitän sondern noch ein Matrose bin. Werde versuchen dieses 3 Jahr mit den Segelbooten nochmals zu verbessern.

Zu dem Gewicht von 49 Gramm des gesamten Riggs mit Segeln kann ich nicht meckern. :mrgreen:

Lg Marcus
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Re: Erstes Rigg für die RG 65

Beitrag: #23Beitragvon GER 2 » 28.01.2017, 17:52


Icarex/Gittermylarkombination ist bei MM ein alter Hut, ist im wesentlichen durch zwei verschiedene Segelvarianten populär geworden und dann häufig kopiert worden. Ich finde leider die meisten Photos nicht mehr, das alte MM Forum ist ziemlich zerschossen und viele Beiträge in längeren Threads lassen sich nicht mehr aufrufen...

Hier ein Beispiel von Segeln für Kym: http://mm-forum-alt.mm-segeln.de/www.mi ... g?aid=7840
(war als A Rigg gebaut und ist später zum Testen zum B Rigg umgebaut worden).
Oder hier ein Beispiel von meinem Boot: http://mm-forum-alt.mm-segeln.de/www.mi ... g?aid=5381

oder so als RG Segel: viewtopic.php?p=3906#p3906

Was hat das überhaupt hier zu suchen?
Wenn man den Mix schon macht sollte man gezielt die Materialeigenschaften nutzen, der Wechsel wie bei Marcus sieht zwar nett aus, macht das Segel ansonsten aber nicht unbedingt besser (m.E. eher schlechter).
Bei den MM Segeln ist z.B. die letzte Bahn gezielt aus 40er Mylar um das Top zu verstärken, der Rest in Icarex damit das Segel auch bei wenig Wind gut umschlägt: das gibt so ein sehr gutes Allroundsegel. Oder eben Gittermylar unten in der schrägen Bahn um der Faltenbildung bei mehr Wind entgegen zu wirken.

Als Faustregel: Icarex in der Segelmitte, Gittermylar (gern und gerade bei Rg in der 40 er Variante) in Top und Fussbahn kann schöne Segel geben.

Gruß Roland
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Re: Erstes Rigg für die RG 65

Beitrag: #24Beitragvon M65 » 28.01.2017, 21:50


Danke Roland für dein Kommentar und Ratschlag.
GER 2 hat geschrieben:Was hat das überhaupt hier zu suchen?

Wollte ja nur mein erstes Rigg darstellen. Habe ja 0,00 Erfahrung mit der RG 65.
Es werden bestimmt noch einige mehr Riggs und Segelsätze im laufe der Zeit, wo ich dann eure Ratschläge einarbeiten kann. Hoffe bald mal zu sehen wie das hier dargestellte funktioniert. Wir haben ja nicht häufig viel Wind.Eher von 1-3 bft. Manchmal auch mehr.

Schönen Abend euch allen.

Lg Marcus
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Re: Erstes Rigg für die RG 65

Beitrag: #25Beitragvon GER O » 29.01.2017, 10:36


Hi Marcus,

ich denke, Roland hat das als rhetorische Frage gemeint, in dem Sinne, " Was kann der Tuchmix HIER bewirken?'.
Das waren mit Sicherheit wieder weitere gute und gutgemeinte Ratschläge.

Und, Nur wer selber baut bekommt Ahnung, und genau das hast du gemacht, und zwar gut. Meine Hochachtung.
Gruß Gero
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Re: Erstes Rigg für die RG 65

Beitrag: #26Beitragvon GER 2 » 29.01.2017, 11:22


Danke Gero, so siehts aus.

Also ich finds toll das hier mal wieder jemand selber Segel baut. :tup: Das ist ein Handwerk das man üben muss, mit jedem gebauten Segel wird man besser :) Tips können aber helfen den Weg etwas abzukürzen und unnötige Fehler zu vermeiden.

An sich ist das ja Markus Vorstellungsthread, da ist es erstmal etwas schräg, eigene irgendwann gebaute MM Segel zu posten. Darauf bezog sich das
Was hat das überhaupt hier zu suchen?
. Sozusagen eine Rechtfertigung für mein eigenes OT....Anhand der MM Segel kann man eben anschaulicher zeigen wo ein Materialmix Sinn macht.

Also klar: alles als Tipp gemeint.

Kann ich auch weiter begründen: der Mix Icarex/Gittermylar ist z.B. schwerer zu kleben als Icarex/Icarex. Icarex ist dehnbarer als das Mylar. Wenn ich das beim auflegen auf die Schildkröte etwas Spanne sieht es erstmal glatt aus, nach dem Kleben mit Gittermylar das nicht vorgedeht war kommen dann die Falten zu Tage (Nach den Photos würde ich das z.B. im Groß bei der 3. Naht von unten vermuten, kann aber durchs Photo täuschen). Icarex ist das ideale Material für Bauanfänger weil es ein klein wenig Fehler verzeiht, Mylar und auch die üblichen Folien sind schon ein bischen schwerer zu handhaben.

Also wenn man den Mix klebt dann mit ganz zarten Händchen und das Icarex nur ganz sanft auflegen, nicht vorspannen !

Für diesen optischen Effekt Rot/Weiss würde ich eher Icarex in Weiss und Rot nehmen, die unterste kleine dreieckige Bahn und die Topbahn in 40er Gittermylar, das fände ich sinnvoll für den nächsten Versuch,

Gruß Roland
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Re: Erstes Rigg für die RG 65

Beitrag: #27Beitragvon Uwe » 29.01.2017, 11:27


Ja Marcus, ich sehe das genauso wie Gero: der Spruch von Roland war bestimmt nicht böse gemeint. Wenn es auch vielleicht auf dem ersten Blick so rüber kam.

Dein Rigg finde ich ist sehr sauber gebaut. Mit diesen Dingen stehe ich immer noch arg auf Kriegsfuß :oops:

Weiterhin gutes Gelingen wünscht dir

Uwe
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Re: Erstes Rigg für die RG 65

Beitrag: #28Beitragvon M65 » 29.01.2017, 16:30


Hallo zusammen,

Nochmals vielen lieben Dank für Kritik und Lob, denn davon kann ich als Anfänger viel lernen.

@@ Roland entschuldige mein Missverständnis.

Da ich ja ein Neuling hier bei der RG 65 bin, habe ich natürlich einiges Angewendet von der MicroMagic.
Dieser neue Bereich für mich ist sehr Interessant. Ende Februar werde ich an einem Segel-Workshop teilnehmen und mein Werk vorstellen.

Beim Segel habe ich eine Schnecke verwendet die eigentlich wohl auch für eine MM gebaut wurde.
3 mm überhöht. Und die zu verklebenden Materialien locker aufgelegt und fixiert.

Mit Mylar am unteren Ende zu beginnen hat mich ein Segelsatz von Arne für die MM abgehalten.
Es wellt sich in eine Richtung und möchte dann zur anderen Seite kein gutes Profil zulassen.

Wie gesagt nochmals vielen Dank für Kritik und Lob. Werde dann bald einen Bericht zu meiner Orion Edge 65 eröffnen um auch dort ausführlich zu berichten.

Viele liebe grüße

Marcus
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Re: Erstes Rigg für die RG 65

Beitrag: #29Beitragvon andyhoff » 29.01.2017, 16:45


M65 hat geschrieben:...
Beim Segel habe ich eine Schnecke verwendet die eigentlich wohl auch für eine MM gebaut wurde.
3 mm überhöht. Und die zu verklebenden Materialien locker aufgelegt und fixiert.


Ich schätze du meinst eine Schildkröte :?: :D

Saubere Arbeit für dein erstes Rigg :tup:
Mein erstes Rigg .. bzw. dessen Segel waren direkt für die Tonne. Aber dran bleiben, wird mit der Zeit immer besser!
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Re: Erstes Rigg für die RG 65

Beitrag: #30Beitragvon bora » 29.01.2017, 17:47


Da ich hier schon aufgerufen wurde…

Reto, wie Roland schon geschrieben hat, ist die Kombination von verschiedenen Materialien beim Verkleben etwas trickreich (trotzdem machbar). Klar muss man sich überlegen, welches Material am besten wohin passt. Ich konnte bisher aber nicht feststellen, dass sich beim Segeln dann noch irgendwelche Nachteile aus dem Materialmix ergeben, zumindest nicht bei den etwas kleineren MM-Segeln.

Von Gittermylar habe ich mich mittlerweile komplett verabschiedet. Der Aufwand, ein späteres Krallen zu verhindern, ist mir einfach zu groß. Die diagonal rautierten Varianten, die ich gelegentlich verarbeitet habe, waren dazu noch alle in einer Richtung so elastisch, dass die Segel bei stärkerem Wind aufgemacht haben. Auch ein 90° gedrehtes Verarbeiten macht es nicht viel besser.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit matter Folie gemacht, z.B. von PJ Sails. Das ist das Material, das man auch an Tushingham oder VAM Segeln findet. Victor hatte mir mal freundlicherweise seine Bezugsquelle genannt. Es ist etwas knickempfindlicher, ergibt aber sehr schöne Segel und krallt nicht nach, wenn man es einmal glatt gehängt hat.

Nur um Fragen vorzubeugen: Ich mache keine Segel zum Verkaufen. Ich gebe bestenfalls mal ein Segel z.B. zusätzlich zu einem Boot ab. Das sind dann meistens Segel für einen bestimmten Einsatzbereich, gut aber halt nicht besser als ein schon vorhandenes.

Grüße
Ralf

PS
Das hier ist nicht der Vorstellungsthread von Marcus
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