Mastposition

Re: Mastposition

Beitrag: #11Beitragvon GER O » 18.10.2014, 20:47


tazmatazz hat geschrieben:...
...
Eine Frage: Braucht eine profilierte Fock eine Vorlieksrundung? Bei Thomas Dreyer wird sogar von S-Kurven gesprochen..

Grüße
Manu


Hi,
Ich habe kein Patentrezept für die Vorliekskurve, sorry, aber TD meint nicht wirklich eine s-Kurve , sondern dass in der unteren Hälfte eine Kurve besteht und in der oberen Hälfte das Vorliek gerade ist.
Also quasi so, dass das untere Drittel der Fock durch das Vorliek eine zusätzliche Wölbung bekommt.
Habe aber bisher nur eine Mm Fock so geschnitten.
Gruß Gero
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Re: Mastposition

Beitrag: #12Beitragvon Cord » 18.10.2014, 22:55


Ich schneide das Vorliek immer gerade...hat bislang ganz gut funktioniert...
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Re: Mastposition

Beitrag: #13Beitragvon haegar » 18.10.2014, 22:59


Hallo,
die Vorliekskurve der Fock hängt davon ab, was man erreichen will. Ein S-Schlag, wie man ihn auf Großbooten teilweise findet, ist bei uns sicher nícht nötig. Den macht man, um im unteren Segelbereich den Durchhang des Vorstags zu kompensieren (hohl geschnitten) und um oben bei schmalen Vorsegel das Achterliek besser zu schließen (voll geschnitten).
Ich scheide dias Vorliek gerne etwas hohl, wenn das Segel etwas flacher werden soll. Das Vorstag hängt ja immer etwas durch und drückt daher gern etwas mehr Bauch ins Segel, als man eigentlich vorgesehen hat.
Bei unprofilierten Segeln muss man dagegen voll schneiden, damit man kein Brettsegel bekommt.
Gruß aus Teltow
Achim
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Re: Mastposition

Beitrag: #14Beitragvon Arne » 19.10.2014, 10:10


Moin,

ich schneide das Vorliek bei Vorsegeln die aus mehreren Bahnen besehen gerade, bei einteiligen Segeln mit einer positiven Rundung.
Pauschal würde ich mich da aber nicht festlegen wollen. Es kommt auch auf die Profilierung der Bahnen und auf das Material an. Mylarfolie verhält sich ganz anders als z.B. Icarex.



Gruß

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Re: Mastposition

Beitrag: #15Beitragvon tazmatazz » 22.10.2014, 07:31


Moin!

Vielen Dank nochmals für die Hinweise und Hilfe :>

Steht schon deutlich besser da :D
20141020_133816.jpg

20141020_133841.jpg


Das Vorliek ist gerade geschnitten, die 3% Schildkröte habe ich mit ca. 1,4 cm unterlegt, was schon zu einem ordentlichen Bauch geführt hat.
Hoffe nur meine Segellatten (etwas stärkerer Kunststoff-Schnellhefter) passen von der Steifigkeit im Wind.

/offtopic aus :>

Bin gespannt wie sie nun mit deutlich größerer Fock segelt...

mfg Manu
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Re: Mastposition/Segel

Beitrag: #16Beitragvon Thomas » 10.02.2015, 22:50


Hallo zusammen,
ich habe nochmals eine, vielleicht ungewöhnliche, Frage:
Unabhängig davon das mit der Höhe der Segel der 'Druckpunkt' verschoben wird, was ist eigentlich warum besser:
Die Segel so knapp wie möglich über Deck haben oder, auch wenn es "gewöhnungsbedürftig" aussieht, ruhig einen (großen) Spalt lassen damit man so hoch wie möglich im Rahmen der zulässigen Masthöhe kommt :?:
Schon mal im Voraus vielen Dank
viele Grüße
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Re: Mastposition

Beitrag: #17Beitragvon GER O » 11.02.2015, 10:34


Hi Thomas,

aus meiner Sicht gibt es kein besser.

Zu beachten ist Mehreres.
Einmal gibt es aufgrund der Reibung zwischen Wasser und Luft auf dem ersten Meter tatsächlich Geschwindigkeitsunterschiede der bewegten Luft, also Wind.
In 1 Meter Höhe ist er schneller als direkt über dem Wasser.
Zudem gibt es bei Wellen mehr Turbulenzen je näher ich dem Wasser komme.
Als Folge könnte man davon ausgehen, dass bei wenig Wind ein höheres Segel mehr Wirkung hat. Bei mehr Wind habe ich Wirkung genug, da ist der niedrige Druckpunkt wohl entscheidener.

Und des Weiteren ist die Anströmung der Segel zu betrachten. Inwieweit der Rumpf, das Deck auf die Anströmung Einfluss nimmt. Eine gute Einheit von Deck und Segel kann dazu führen, dass das Segel besser umgeströmt wird als ein frei stehendes Segel. Störende Decksaufbauten können aber genau das Gegenteil bewirken.
Gruß Gero
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Re: Mastposition

Beitrag: #18Beitragvon haegar » 11.02.2015, 14:16


Grundsätzlich gilt, dass ein enger Spalt zwischen Deck und Segel hilft, Wirbel und damit Widerstand zu vermeiden. Das wirkt dann wie eine "Endplatte" und verhindert den strömungsmäßigen "Kurzschluss" zwischen Luv- und Leeseite, der zu ausgeprägten Wirbelschleppen führt.
Bei den großen lässt man Vorsegel daher z.T. sogar über das Deck wischen
Gruß aus Teltow
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Re: Mastposition

Beitrag: #19Beitragvon Thomas » 11.02.2015, 15:46


Hallo Achim,
ja genau das war der Hintergrund meiner scheinbar doofen Frage :oops:
Entgegen den großen haben wir aber immer einen Spalt, der halt je nach Ausführung variiert. Und deswegen mein Gedanke, den Herrn Venturi können wir doch ausschließen weil der Spalt halt eh immer (zu) groß sein wird, und ob es dann wirklich bei uns zu dem genannten `Kurzschluss´ kommt? Oder ob es dann nicht besser ist Gero seiner Ausführung zu folgen, die vermeintlich höhere Windgeschwindigkeit `weiter oben´ besser auszunutzen?
Gruß
Thomas
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Re: Mastposition

Beitrag: #20Beitragvon haegar » 11.02.2015, 17:22


Hallo,
sobald ein Spalt da ist, kommt es zu einem Druckausgleich zwischen Luv- und Leeseite und damit zur Wirbelbildung. Ein schmaler Spalt bremst diese Wirbelaubildung aber eher als ein breiter. Ich kann es nicht beweisen, aber meine Erfahrung sagt mir, dass Boote mit sehr großem Spalt zwischen Segel und Deck schlechter segeln. Kann aber auch an den dann i.d.R. eher unbedarften Skippern liegen. Testfahrten habe ich noch keine gemacht.
Was ich aber vor einer Weile mal festgestellt habe, ist dass ein eher niedriges Rigg mit großer Unterliekslänge besser lief, als ein schlankes, hohes. Das spricht eher gegen Geros Ansicht. Gero hat von Grundsatz sicher Recht, ich denke aber, dass wir mit unseren Riggs gar nicht aus der extrem stark gestörten Zone dicht über der Wassseroberfläche herauskommen. Aber das ist jetzt pures Bauchgefühl.
Gruß aus Teltow
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