manta 2017 in 3D Druck

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Moderator: Uwe

Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #31Beitragvon Akerman » 30.06.2017, 15:47


Mach' ich beim nächsten gerne, für dieses hatte ich nix anderes rumliegen..
hast Du Stichworte? geringe Bruchdehnung, kaum Torsionssteifigkeit, wenig verschleißfest, höhere Reibung?
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #32Beitragvon M65 » 30.06.2017, 17:03


Kohlefaser ist Empfindlich gegenüber Wasser wenn es nicht versiegelt ist..... :!:
Selbst wenn du es noch lackieren solltest, befindet es sich immer in Bewegung.
Daher ist ein Abrieb immer möglich, der das Ungeschützte CFK zum Aufquellen bringt.
Daher lieber V2A, V4A oder Titan verwenden, aber auch hier die richtige Vorbehandlung.

Lg Marcus

PS: Ich bin ein Fan deiner gedruckten Version :gold: :popc:
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #33Beitragvon Torti » 30.06.2017, 17:54


Boje, Kiel eines anderen Bootes, Unaufmerksamkeit beim Transport...du merkst, worauf ich hinaus will?;-)
MfG Torti

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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #34Beitragvon Akerman » 01.07.2017, 02:14


Dann is ja gut, d.h. es wird ein nächstes geben :mrgreen: früher oder später..

Marcus: danke, ich werd's beobachten :tup:
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Jungfernfahrt!

Beitrag: #35Beitragvon Akerman » 02.07.2017, 12:52


lief gut! 8-) :gold:
m17_jungfernfahrt_254.jpg

Rahmen war unsere zwanglose Sonntagsregatta, eigentlich mit DF65, seit einiger Zeit experimentiert unser Vorstand aber auch mit einer auf RG65 umgerüsteten DF, insofern fand ich die Manta nicht gänzlich deplatziert :twisted: zumal bei dem leichten Wind die DFs eh mit dem A+ Rigg unterwegs waren, und ich natürlich das RG regelkonforme DF A Rigg verwendete...

die ersten Schläge sahen schon gut aus, nur war die m17 leicht leegierig. Also den Mast soweit nach hinten geneigt wie möglich, damit stellte sich leichte Luvgierigkeit ein und das Boot lief sehr stabil. Nach diesen ersten Schlägen bei leichtem Wind natürlich erst mal eine gründliche Kontrolle, alles war in Ordnung und kein Wasser im Boot. Die ersten beiden Läufe gingen allerdings gründlich in die Hose, beim ersten hing irgendwas am Ruder und bremste, beim zweiten war der Trimm völlig daneben. In der folgenden Mittagspause hatte ich Zeit das Boot vernünftig einzustellen, und siehe da, fortan segelte die Manta vorneweg :mrgreen: Der Unterschied war bei leichtem Wind nicht groß, die DFs mit A+ kamen gut mit.
Später frischte der Wind etwas auf, die DFs trugen das A+ noch komfortabel, plötzlich war aber der Unterschied zur m17 eklatant. Typischerweise hatte ich nach 2 Runden eine halbe Vorsprung :o die m17 lief wie auf Schienen, schneller am Wind bei mehr Höhe, vor dem Wind einteilte die m17 ihrem Wellensystem, während die DFs trotz mehr Segelfläche darin gefangen blieben :tatsch:

Klasse Boot Andy :gold: :respekt:
m17_jungfernfahrt_234.jpg
Schlechter Start...
m17_jungfernfahrt_235.jpg
schon besser vor der ersten Boje
m17_jungfernfahrt_263.jpg
m17_jungfernfahrt_286.jpg
m17_jungfernfahrt_247.jpg

viele Grüße, Philipp
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #36Beitragvon andyhoff » 02.07.2017, 16:22


Ja das hört sich doch gut an :D
Hätte nicht gedacht das eine DF mit A+ Rigg da nicht mithalten kann. Erstaunlich.
Ist ja doch ein gutes Stück mehr Segelfläche.
Hast du den Rumpf jetzt noch lackiert?

Viel Spaß weiterhin mit der m17!
Grüße aus Kanada ...
IMG_1861.JPG
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #37Beitragvon Akerman » 03.07.2017, 14:34


was ich sonst noch lernen durfte:
das 3D gedruckte Schwert ist trotz Kohleholmen viel zu weich. Hier hatte ich einfach das Profil mit 2 Nuten für 3 x 0.5 mm Kohleleisten versehen. Damit das Ganze nicht zu sehr auf dem Druckbett schwankt habe ich einseitig eine Verstärkung angebracht.
kiel2.jpg

Die Oberfläche war ziemlich mies, ich habe ehrlich gesagt auch nicht viel mit den Einstellungen probiert, das geht sicher besser. Also 2 Segmente gedruckt, zusammengeklebt, mit Kohleleisten versehen, verspachtelt, verschliffen etc. Resultat war mäßig, Robustheit der dünnen Endleiste nicht ausreichend, und Steifigkeit... seht selbst.
kiel.jpg

Noch schlimmer die Torsionssteifigkeit. Bei schnellem Richtungswechsel schwingt das ganze Boot nach....
ich muss dazusagen dass das Profil auch nur 4 mm dick ist, sowas scheint in Plastik einfach nicht zu gehen.

Interessant waren auch die Versuche zum Ruder. Das sah eigentlich nicht so schlecht aus, hatte aber dieselben Probleme der schlechten Oberfläche und der fragilen Endleiste. Außerdem hatte ich wenig Glück mit der Oberflächenbehandlung. Beim unscharfen Teststück im Vordergrund wollte ich einen Einkomponentenspachtel probieren, mit dem Resultat einer Banane. Also beim eigentlichen Ruder Tamiya Polyesterspachtel genommen, geht prima. Dann, wir haben ja nix gelernt, schwarzen Lack aus der Sprühdose drüber. Am nächsten Morgen schon wieder Banane :tatsch: danach hatte ich keine Lust mehr und habe die Formen gedruckt ;) das erste Kohleruder war eine Offenbarung, 7 g und superstabil...
ruder.jpg

ansonsten: Da ich den Zusammenhalt der Layer bei dem gelben PLA noch nicht so gut hinbekommen habe, wurde das zur Schwachstelle an den recht großen Decksausschnitten. Einmal kräftig angefasst und knack, Riß vom Decksausschnitt bis zur Bordwand. Das habe ich mit dünnen Kohlerovings an den Kanten der Ausschnitte verstärken müssen. Ist im Bild schemenhaft zu erkennen.
m17_jungfernfahrt_273.jpg
m17_jungfernfahrt_274.jpg

Das Segelservo ist auf gedruckten Haltern verschraubt. Deren untere Hälfte ist im Rumpf bzw. an der Masttasche verklebt, der obere Teil ist nach Lösen der Schrauben zusammen mit Servo einfach ausbaubar. Und: Die hintere Schraube ist so angewinkelt, dass sie mit Schraubenzieher durch den Decksausschnitt problemlos zu erreichen ist. Das sind die schönen Details die mit 3D Druck möglich sind ;)
m17_jungfernfahrt_275.jpg

Dann hatte ich noch zur Jungfernfahrt die "nicht klebbaren" Rumpfteile aus dem schwarzen PLA dabei, in einer dünnen, weißen Plastiktüte. Nun, es waren 32°C und teils sonnig. Trotz der Plastiktüte sahen die Teile als ich sie herzeigen wollte so aus:
deform.jpg

Merke, kein dunkles PLA verwenden...

Nach der Jungfernfahrt habe ich die m17 in vollem Renntrimm auf die Waage gestellt. 912 g inkl. 77 g DF A Rigg und 48 g 850er 2S LiFe.
Eines ist mir noch eingefallen zu der Regatta: Und zwar waren die DFs mit Kurzkiel unterwegs. Es hieß irgendwo sei es untief. Wie dem auch sei, ich hatte kein Problem mit dem m17 Tiefgang nach Plan.
Nach unseren Versuchen hat der Kurzkiel bei leichtem Wind Vorteile, die sich aber bei dem stärkeren Wind umgekehrt haben dürften. Krängung war zwar noch nicht zu stark und ähnlich wie bei der m17, Abdrift dürfte aber die schlechte Am Wind Performance erklären. Interessant war trotzdem dass die m17 vor dem Wind dermaßen davongefahren ist. Denke das sind die 400 g Gewichtsunterschied ;)
Zuletzt geändert von Akerman am 03.07.2017, 15:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #38Beitragvon Akerman » 03.07.2017, 14:59


Andy: Kanada, nett, will auch mal wieder da hin :bounce: viel Spaß!
nein, Rumpf ist weder lackiert noch sonstwie oberflächenbehandelt. Also ziemlich rauh! Ich fand die vielen kleinen Wellenlinien in diesem Bild interessant. Haben wir hier einen Hydrodramatiker der das erklären kann? :hadbang:
m17_jungfernfahrt_270.jpg

und weils so schön ist noch n paar mehr Bilder. Ihr werdet bemerken dass das Boot hecklastig ist. Liegt wohl an der DF Bombe, deren Schwerpunkt dürfte deutlich weiter hinten liegen als auf dem m17 Plan angegeben. Also Akku nach vorne nächstes Mal ;)
m17_jungfernfahrt_291.jpg
m17_jungfernfahrt_293.jpg
m17_jungfernfahrt_295.jpg
m17_jungfernfahrt_242.jpg
m17_jungfernfahrt_244.jpg
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #39Beitragvon DeichKind » 17.07.2017, 12:43


Nu hab ich alle Sektionen ausgedruckt....Gewicht, nur die Sektionen 117g das ist nicht was ich erwartet hätte.
Ich dachte eigentlich das es unter 100g sein würden....naja damit muss man wohl leben.

Zu dem Filament noch ein paar Worte das Colorfabb XT-CF 20 lässt sich mit meinem Drucker nur
langsam verarbeiten, alles was über 30mm/s liegt zieht sehr viele fäden.Da hab ich so ziehmlich
jede Einstellung versucht um schneller drucken zu können....jedoch ohne Erfolg.

Die besten Ergebnisse hatte ich bei 20mm/s dann dauert so eine Sektion ca.5-6 Stunden.
Nu werde ich mich daran machen die Internen Teile zu drucken...Kiel Box usw.

Hier ein paar Bilder der Sektionen 3 und 4,nur zussammen gesteckt und noch nicht bearbeitet.
Also so wie diese aus dem Drucker kommen.Die kleinen Bubbels die dort zu sehen sind müssen
noch entfernt werden...

20170717_131315.jpg
Sektionen 3und4



20170717_131326.jpg
Sektion 3



20170717_131408.jpg
Sektion 3



20170717_131401.jpg
Sektion 4



Jörg
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #40Beitragvon Akerman » 17.07.2017, 15:34


Hi jörg,

prima, es geht also voran :tup: das Gewicht ist doch nicht schlecht, meine Sektionen wiegen zusammen auch ca.100 g. Und diese sind mit 0.5 mm schon sehr dünn und flexibel. Ich drucke gerade an 0.6 dicken damits etwas stabiler wird ;) denke Deine sind mit 0.8 und dann noch CF Filament bocksteif?

Danke für die Bilder, ist interessant wie unterschiedlich das Design von Zach ist. Er hat deutlich mehr Anformungen etc. in die Rumpfschalen integriert. Zur Druckgeschwindigkeit, ich bin auch meist bei 30 mm/s wenns "gut" werden soll ;)

ich muss mal wieder n Update schreiben, auch wenns nicht so viel Neues gibt, hauptsächlich Troubleshooting :oops: ich versuche einen Rumpf zusammenzubekommen, den ich in einer Woche nach D mitnehmen kann, wir machen wieder Familienurlaub in der Heimat.

viele Grüße, Philipp
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