Ausbau eines MaLi-Testrumpfes

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Moderator: Uwe

Re: Ausbau eines MaLi-Testrumpfes

Beitrag: #21Beitragvon VeitHAM » 31.12.2012, 11:14


moin,

1020g sind für eine komplette RG sicherlich ein gutes Gesamtgewicht.
Für den Rumpf allein würden das ca. 950cm³ Verdrängung auf CWL bedeuten;
weitere ~70cm³ auf 1020cm³ würde das Volumen der Anhänge bringen.
Bleibt die Frage, auf welche Verdrängung hat Roland den Rumpf ausgelegt?

Einen Ballastanteil von 650/1020 >> 64% halte ich - ganz persönlich und theoretisch - für
zu hoch. (Ungünstiges Schwingungssystem).
Aber das könnte man ja mal systematisch in Vergleichsfahrten er-segeln.
Für was gibt es denn die Wechselkiele?

Für einen eisfreien Winter, Gruß Veit
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Re: Ausbau eines MaLi-Testrumpfes

Beitrag: #22Beitragvon Roland K. » 01.01.2013, 11:50


Die Gewichtsempfehlung kommt ja von mir und beruht auf den Erfahrungen mit den bisherigen MaLi-Booten. Theorie hin und her, 550g muss man da gar nicht dranhängen, damit fährt es einfach nicht gut.
Selbst bei sehr wenig Wind wie zuletzt in Berlin bei der Adventsregatta passt mehr Blei (allerdings an 15 cm Finne) besser, wer Lust vergleich mal Lauf 1-3 (550g) und Lauf 4+5 (600g).

Der Rumpf ist mit 900g Verdrängung zur Verwendung des 650g Gewichtes berechnet, funktioniert aber auch mit 700g Blei noch gut.

Gruß Roland
Roland K.
 

Re: Ausbau eines MaLi-Testrumpfes

Beitrag: #23Beitragvon VeitHAM » 02.01.2013, 12:20


moin,

wenn man eine technische Aussage/Vermutung in den Raum stellt, sollte man auch etwas über die
Randbedingungen sagen. Das habe ich versäumt. Ich habe für meine zweite Aussage 650g an einer
~27cm langen Flosse unterstellt.
Für 700g an 15cm würde ich die Aussage so nicht machen.
Nur mal ein ganz grober Vergleich:
27cm x 650g = 17550cmg
15cm x 700g = 10500cmg

Gruß Veit,

der Arne Recht gibt, mehr Segeln hilft.
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Re: Ausbau eines MaLi-Testrumpfes

Beitrag: #24Beitragvon RainerM » 02.01.2013, 13:35


Hallo Veit,
du schreibst:
<<Einen Ballastanteil von 650/1020 >> 64% halte ich - ganz persönlich und theoretisch - für
zu hoch. (Ungünstiges Schwingungssystem).>>
Wie bestimmst du das Schwingungssystem und welches ist ungünstig?
Danke für eine Antwort.
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Re: Ausbau eines MaLi-Testrumpfes

Beitrag: #25Beitragvon marius » 03.01.2013, 16:16


Theorie ist gut ... Erfahrungswerte auf dem Wasser sind besser.
Ich habe so ziemlich alle Finnenlängen und Kiele ausprobiert, damentsprechend
liegen viele in meinem Keller rum.
Ich fahre mitlerweile fast ausschliesslich meine 650g Bombe an 30cm Finne. (Kielgewicht 680g)
Totalgewicht knapp 1000g.
Ein negatives Schwingsystem konnte ich nicht feststellen. (wenn es dass geben sollte)
Schaut euch mal die Kiele der Südamerikaner und Engländer an die fahren bis 35cm Finnen
und 700g Blei.
Von kurzen Kielen halte ich nichts. Deren Einsatzbereich ist sehr begrenzt und bringt nur wenig
Vorteile bei umsomehr Risiken.
Ebenso habe ich die leichten Kiele <500g aussortiert.
Für mich ist RC Segeln sehr viel einfacher geworden seit ich nicht bei jeder Windänderung den Kiel wechsle.
So habeich heute auch eine entspanntere Meinung zum Thema Wechselkiele.

Ich wünsche euch alles Gute im Neuen Jahr und freue mich auf die Regattasaison 2013.
Viele Grüsse
Marius SUI 67
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Re: Ausbau eines MaLi-Testrumpfes

Beitrag: #26Beitragvon VeitHAM » 03.01.2013, 16:53


Moin,

hört doch bitte mal damit auf, dauernd einen Gegensatz zwischen Theorie und Praxis/Erfahrung zu konstruieren.
Ganz unbestreitbar folgt der Lauf eines Modellsegelboots durch das Wasser mehr oder weniger simplen physikalischen und mechanischen Gesetzen, die gemeinhin als Theorie zusammen gefaßt werden. Beobachtungen und Erfahrungen brauchen wir, um zu erkennen wann, wo und wie welche Gestzmäßigkeiten gelten bzw. angewandt werden können. Diese Synthese erlaubt es weiter, Erfahrungen als Gesetzmäßigkeiten formuliert auf andere, neue Boote zu übertragen. Manchmal kommt es dadurch im Lauf der Zeit sogar zu "besseren" Booten. Die AC-Boote sind auch nicht allein durch Beobachtung entstanden.

Übrigens, die "Theorie" hätte auch eine Erklärung dafür, daß Boote mit sehr langen, schweren Kielen wiederum ruhiger laufen.

Gruß Veit
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Re: Ausbau eines MaLi-Testrumpfes

Beitrag: #27Beitragvon Cord » 03.01.2013, 17:34


Moin Veit,

niemand konstruiert hier irgendwelche Gegensätze. Bislang hast du eine Behauptung in den Raum geworfen, ohne diese zu begründen, obwohl darum gebeten wurde. Im gleichen Atemzug schlägst du vor, deine Theorie durch Vergleichsfahrten zu überprüfen...dann meldet sich Marius, der genau das gemacht hat, und du siehst seine Erfahrungen als Versuch, einen Gegensatz zu deiner Theorie zu konstruieren?? Das passt irgendwo nicht zusammen. wenn ganz objektiv bessere Ergebnisse mit einem in der Theorie ungünstigeren Setup erzielt werden können, dann muss es erlaubt sein, eine Theorie zu verwerfen. Ich sage damit nicht, dass die von Marius ersegelten Ergebnisse allgemein gültig sind und somit hierzu ausreichen, aber die Mehrzahl der international gesegelten Boote zeigt eben, dass ein Ballastanteil >65% durchaus gute Segeleigenschaften hervorbringt...

Grüße aus Kiel
Cord
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Re: Ausbau eines MaLi-Testrumpfes

Beitrag: #28Beitragvon filtor » 03.01.2013, 17:50


Moinsen,

meine bisherige Beobachtung ist, daß das Boot bei mehr Wind mit einem zu langen Kiel vor dem Wind stolpert.
Darum wäre mein Lösungsansatz mehr Gewicht am kürzerer Finne, aber mit in etwa gleichem aufrichtenem Hebel.
Sollte besser bei Welle und vor dem Wind sein...

Gruß
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Re: Ausbau eines MaLi-Testrumpfes

Beitrag: #29Beitragvon filtor » 03.01.2013, 18:02


VeitHAM hat geschrieben:Nur mal ein ganz grober Vergleich:
27cm x 650g = 17550cmg
15cm x 700g = 10500cmg


Hallo Veit,
ich glaube nicht das du das so rechnen kannst.
Das wäre theoretisch bei 90 Grad Schräglage so, aber du musst den Hebel nehmen, dei dem der Gewichtsschwerpunkt bei (geschätzten) 20 Grad Schräglage nach Luv auswandert.
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 1223111947
Oder zeichnerisch lösen....
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Re: Ausbau eines MaLi-Testrumpfes

Beitrag: #30Beitragvon Admin1 » 03.01.2013, 18:37


filtor hat geschrieben:Hallo Veit,
ich glaube nicht das du das so rechnen kannst.
Das wäre theoretisch bei 90 Grad Schräglage so, aber du musst den Hebel nehmen, dei dem der Gewichtsschwerpunkt bei (geschätzten) 20 Grad Schräglage nach Luv auswandert.
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 1223111947
Oder zeichnerisch lösen....


Servus Torsten,
sehr guter und wichtiger Punkt den Du da ansprichst! :tup:
Ich denke das vergessen die meisten.
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