Träges Wenden - Fock?

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Träges Wenden - Fock?

Beitrag: #1Beitragvon hal23562 » 06.05.2019, 09:42


Bei der Jungfernfahrt habe ich festgestellt, dass meine Orion mit ihrem Swing-Rigg bei der Wende für meinen Geschmack noch zu träge durch den Wind geht.
Ich habe den Verdacht, das liegt an der Fock. Vielleicht ist es der Drehpunkt des Fockbaums oder der Öffnungswinkel? Bei meinem klassischen Rigg mit Kontergewicht habe ich diese Trägheit nicht festgestellt.
Woran kann es liegen?

HAL
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Liegt der Drehpunkt eventuell falsch, gibts es da eine Art Faustregel?
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Re: Träges Wenden - Fock?

Beitrag: #2Beitragvon haegar » 06.05.2019, 11:17


Hi,
solange der "Wetterfahneneffekt" gegeben ist, d.h. das Rigg dreht allein in die richtige Position, sollten die Drehpunkte stimmen. Eventuell stimmt Deine Mastposition nicht. Wenn das Boot zu luvgierig ist, dreht es zwar leicht in aber schwer durch den Wind. Stelle Deinen Mast mal weiter noch vorn. Aber Achtung, das kann windstärkenabhängig sein.
Gehe auch gefühlvoll mit dem Ruder um. Bei zu hartem Ruderlegen kann die Strömung am Ruderblatt abreißen. Dann bremst das nur noch und die Steuerwirkung ist drastisch reduziert.

Achso, wenn die Fock zu offen ist, kannn das natürlich auch das Wenden behindern
Gruß aus Teltow
Achim
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Re: Träges Wenden - Fock?

Beitrag: #3Beitragvon hal23562 » 06.05.2019, 12:15


haegar hat geschrieben:... Gehe auch gefühlvoll mit dem Ruder um. Bei zu hartem Ruderlegen kann die Strömung am Ruderblatt abreißen. Dann bremst das nur noch und die Steuerwirkung ist drastisch reduziert.

Achso, wenn die Fock zu offen ist, kannn das natürlich auch das Wenden behindern


Moin Achim,
ich denke mal, das sind die beiden ersten Stellschrauben, an denen ich drehe. Wenn's nicht besser wird, werde ich das mit dem Mast versuchen, denn das Boot schien leicht luvgierig zu sein. Probieren, probieren, probieren halt ... seufz ...

Danke - HAL
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Re: Träges Wenden - Fock?

Beitrag: #4Beitragvon haegar » 06.05.2019, 12:50


Leicht luvgierig ist ok.
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Re: Träges Wenden - Fock?

Beitrag: #5Beitragvon GER OK 712 » 06.05.2019, 16:33


Hallo, HAL

Man muß sich in sein Boot einsegeln. Ihr müßt Euch beide aneinander Gerwöhnen.
Sage ich immer.
Jede Yacht hat so seine Eigenheiten. Darum sind Yachten auch immer "weiblich".....
.........grins......grins....grins.......


Auch das Segeln alleine am Teich hat seine Vorteile. Solche Probleme und deren Beseitigung
können in Ruhe ausprobiert werden. Leider sind Faustregeln hierfür sehr Allgemein. Und Nützen im
speziellen Fall nicht viel. Irrtum und Versuch führen nur zum Ziel.
Am Ende ist die Vergleichsfahrt mit anderen Booten unerläßlich. Damit werden die gemachten Ergebnisse überprüft.

Ach bitte denke daran, Unterschiedliche Wind- und Wetterverhältnisse brauchen auch unterschiedliche Eigenschaften des Bootes. Eine reproduktion der Verhältnisse damit oft sehr schwer. Und man muß nach Gefühl handeln. Die Fehlerquelle ist dadurch sehr groß.

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Re: Träges Wenden - Fock?

Beitrag: #6Beitragvon hal23562 » 06.05.2019, 17:58


GER OK 712 hat geschrieben:...Man muß sich in sein Boot einsegeln. Ihr müßt Euch beide aneinander Gerwöhnen.
Sage ich immer.
Jede Yacht hat so seine Eigenheiten. Darum sind Yachten auch immer "weiblich".....
.........grins......grins....grins.......

Ja, ja, grins Du man! Die Orion ist eine verdammt temperamentvolle Ludmilla. :mrgreen: Da werde ich einiges zu tun haben. Der Widerspenstigen Zähmung sozusagen ... :D

Also, erst einmal habe ich das Segel teilweise neu, will sagen: ordentlicher, aufgeriggt, dann mal Achims Tipps am See ausprobiert, den Bauch der Segel etwas verändert und siehe da, es funktionierte bestens.
Danke Achim, war wirklich hilfreich!

Jetzt werden erst einmal gute Segel gebaut. Das Mylar kommt die Tage. Probesegel aus billigem Material bauen kann ich nur empfehlen. Hab viel dabei gelernt und einiges an Geld gespart.

HAL
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