Versuch eines Allroundbootes: Nukite

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Versuch eines Allroundbootes: Nukite

Beitrag: #1Beitragvon GER 2 » 11.10.2016, 21:43


Die selbstgewählte Auszeit hat gut getan. Aber zuletzt hat es immer mehr gekribbelt, es gab auch immer wieder Anfragen nach der Orion und der Orion Edge. Ideen waren noch reichlich im Kopf am Ende haben dann die schönen Bilder und Filme von der iDM den Ausschlag gegeben so ganz ohne RG65 gehts nicht... der alte Account liess sich nicht reaktivieren, daher nun unter neuem Namen.

Mali ist sicher mehr ein Starkwindboot, die Orion damals eher für wenig Wind entwickelt worden. Jetzt also der Versuch der eierlegenden Wollmichsau. Basierend auf der Orion: mehr Volumen und ein paar kleine Änderungen im Unterwasserschiff wurde die Nukite entwickelt. Die Zeichnung ist soweit fertig.
Riggs und Anhänge werden erstmal zugekauft, da warte ich gerade drauf um die Form gleich daran anzupassen. Mir schwebt vor den Ausbau direkt in der Laminierform zu machen und gleich das fertige Boot aus der Form zu nehmen.

Nukite_01.jpg
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Re: Versuch eines Allroundbootes: Nukite

Beitrag: #2Beitragvon GER 2 » 16.11.2016, 16:16


Seit einiger Zeit häufen sich die Fragen wann es denn mit der Nukite weitergeht...

Zuletzt habe ich die meiste Zeit in die Arbeit am Plan und der Anleitung der Orion Edge gesteckt. Für die Nukite hatte ich eigentlich geplant Ruder und Schwert einzukaufen, leider ist es fast unmöglich einen verlässlichen Lieferanten in akzeptabler Qualität zu finden. So wird es nun ein komplett integriertes Projekt. Dauert zwar ein bischen länger bis es segelt aber dafür ist alles aus einem Guss.

Dafür habe ich zum ersten Mal die Möglichkeit der 3D Konstruktion ausgenutzt. Die Negativformen werden direkt von den Teilen abgeleitet, laminiert wird zwischen Form und Schwertdummy bzw. Masttaschendummy. So kann das Laminat richtig gepresst werden und ist auf jeden Fall Wasserdicht.
In die Rumpfnegativform sind gleich die Ausparungen integriert, ein Schwertdummy kann festgeschraubt werden und eine Ausrichtungshilfe für Ruder und Masttasche ist auch integriert.
Die Form für Mast/Schwerttasche wird 3D gefräst, auch von der Rückseite so dass die Tasche perfekt der Rumpfrundung angepasst ist.

Die Teile werden dann vorgefertigt, die Rumpfhälften laminiert und dann Schwert/Masttasche und Ruderkokereinheit eingesetzt. Alles mit den Hilfen ausgerichtet und die Rumpfhälften mit Laminatstreifen verbunden. So kann man dann am Ende ein fast fertiges Boot aus der Form nehmen, fehlt nur noch die Segelservohalterung. Das ist zumindest der Plan ... :D

Für das Schwert kommt ein modifiziertes Drela HT12 Profil zum Einsatz, maximale Dicke 4mm. Sehnenlänge 55-47 mm. Für das Ruder genauso aber weniger modifiziert, das wird an der Basis gerade für 3mm Welle passen und nach unten noch dünner werden.

Hier mal ein paar Bildchen zum Geniessen, jetzt muss die Fräse ran damit die Teile in der Realität genauso aussehen.

Negativfrom_Nuklite Kopie.jpg

Masttasche Kopie.jpg

Schwert Kopie.jpg

Schwertform1 Kopie.jpg

Schwertform2 Kopie.jpg
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Re: Versuch eines Allroundbootes: Nukite

Beitrag: #3Beitragvon Torti » 17.11.2016, 21:23


Ich haue mal den Notstop rein... :mrgreen:
Alles gut Roland, aber überlege dir bitte die Teilung der Form noch einmal.
Bei der Inco hast du ja meinen Formenaufbau gesehen. Trenn bitte noch das Deck ab.
Dann kannst du Ruderkoker und Mast-Kieltasche schon beim Laminieren des Rumpfes einsetzen und sparst dir das nachträgliche Verkleben. Spart Zeit und Gewicht!
Also zur jetzigen Teilung noch das Deck abtrennen und als verschraubtes Formteil machen.
Die zwei unteren Formhälften verschraubst du mit Dummy fürs Schwert und der Achse (3mm?) für den Koker und wachst alles zusammen ein und laminierst auch alles gemeinsam. Das komplette Deck laminierst du auch - bitte die Decksausschnitte frei fräsen - und kannst dann das Deck mit dem Rumpf durch die Ausschnitte verbinden.
Als Führung fräse bitte gleich auf einer Seite Halbkugeln und auf der anderen Seite die entsprechenden "Halblöcher". Ist die geilste Art, um ne Form zu verbinden und vor allem auch zu trennen! Da gibts kein Rumgeruckle...kleiner Schlag mit dem Gummihammer und das wars.

...und wegen der PM:
Hast doch meine Mail-Adresse noch, oder?
Schreib mich mal darüber an.
MfG Torti

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Re: Versuch eines Allroundbootes: Nukite

Beitrag: #4Beitragvon GER 2 » 17.11.2016, 21:34


Moin Torti,
nee hab mal aus versehen alle alten Mails gelöscht und erst dann gemerkt das die Adressen nicht wirklich im Adressbuch waren sondern nur solange angezeigt wurden wie noch Mails gespeichert waren ....

info (bei) rg65 punkt eu, dann gehst da weiter ;-)

3 Teilig könnte man auch machen. Aber ich dachte es geht auch so. Den Schwertdummy und Masttaschenblcok einstecken dann kann ich das ganze zwischen die beiden Hälften einlegen, Form schliessen. Durch die Decksöffnungen kann ich dann unten die Verbindungsstreifen einlegen. Oben sind jeweils nur ganz kleine Stücke die werden auch mit Streifen verbunden. Die Rumpfhälften werden vorher im Vaccum laminiert.

Kugeln geht auch aber die Legosteine haben sich bei der Orion Form eigentlich sehr gut bewährt, die sind nur in der Form noch nicht eingezeichnet. Sieht dann so wie bei der Schwertform aus. Aber probier ich gern mal aus.

Gruß Roland
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Re: Versuch eines Allroundbootes: Nukite

Beitrag: #5Beitragvon GER 2 » 19.11.2016, 18:15


Wieder einen Schritt weiter, der ganze Innenausbau als 3D Modell, mal sehen wofür das gut ist.... 8-)
Auf jeden Fall passt alles zusammen und die Darstellung brauche ich auch gerade sowieso um die Anleitung der Orion Edge zu Illustrieren, der Innenausbau ist ja bei allen meinen Booten gleich.
Gruß Roland

Nukite 3D.jpg
Nukite 3D_2 Kopie.jpg
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Re: Versuch eines Allroundbootes: Nukite

Beitrag: #6Beitragvon GER 2 » 26.11.2016, 06:58


Wieder ein kleiner Schritt weiter, das Ruder ist fertig gezeichnet:
Ruder.jpg

Wie beim Schwert ein modifiziertes HT12 Profil, Dicke an der Basis so das die 3mm Ruderwelle gerade noch reinpasst. Das Layout ist eine weiterentwicklung des Ruders das sich an der MaLi bewährt hat, relativ groß, wenig vorbalanciert um ggfs. bei viel Wind gut Druck zum Wenden aufbringen zu können.
Abrisskante Strömungsoptimiert mach Naturvorbild und einen gewissen Einfluss vom Windsurfen kann ich beim Designen auch nicht verleugnen :-)
Ruder2.jpg
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Re: Versuch eines Allroundbootes: Nukite

Beitrag: #7Beitragvon GER 2 » 30.11.2016, 12:05


Fräse war fleissig. :D
Ruderform 1.jpg
Ruderform 2.jpg

Schwertform 1.jpg
Schwertform 2.jpg
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Re: Versuch eines Allroundbootes: Nukite

Beitrag: #8Beitragvon A-55 » 30.11.2016, 16:45


Das sieht ja schon mal sehr gut aus!

Wie sieht es denn mit der Rumpfform aus?

Schöne Grüße
Udo
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Re: Versuch eines Allroundbootes: Nukite

Beitrag: #9Beitragvon GER 2 » 30.11.2016, 19:35


Moin Udo,
das ist noch nicht Spruchreif, der Prototyp wird wahrscheinlich anders gefertigt, darum müssen auch als erstes die Anhänge fertig sein. Eine Rumpfform gibts nur wenn der Prototyp sich in ersten Tests bewährt hat.

ich mach jetzt mit den Riggs weiter,

Gruß Roland
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Re: Versuch eines Allroundbootes: Nukite

Beitrag: #10Beitragvon GER 2 » 11.12.2016, 13:04


Ein Gutes hat es ja wenn man von Null anfangen muss: man ist gewzungen Dinge umzusetzten für die man früher zu faul war. Swingbäume waren vorhanden, die Idee wie das jetzt gemacht wird war aber schon lange im Kopf:

Eine Form wurde aus Aluresten gefräst. Man kann zwar auch einfach eine Platte nehmen wie hier schon öfter beschrieben. Die Aluform hat aber den Vorteil das man mit hohem Druck pressen kann und der BaumRohling trotzdem immer eine definierte Dicke hat. So läuft man nicht Gefahr zu Dick (und damit evtl. gegen die 12mm Querschnittregel zu verstossen) oder zu dünn zu werden.
IMG_3566.JPG


Ausserdem ist es durch die definierte Aussenform möglich den Rohling perfekt auf der Fräse weiterzubearbeiten. Die Opferplatte ist ausgefräst und kann immer wieder an genau der gleichen Stelle positioniert werden, dann nur noch Rohling einlegen und Programm starten.
IMG_3564.JPG


Die erste Testplatte wurde aus Resten laminiert (1x93er CFK, 3x 100er CFK Gelege UD, 3mm Airex). Hat soweit alles funktioniert aber für meinen Geschmack noch etwas zu wenig Torsionssteif, für die nächsten Exemplare ist daher 160er statt 93 CFK als Aussenlage vorgesehen. Gewicht 1x15g, 4x16,4g, die Qualitätskontrolle ist zufrieden :D
IMG_3565.JPG


Es wäre auch möglich das Airex vorher mit der Fräse einzuritzen und den Spalt mit einen Harzgemisch zu füllen, so hätte man 1-2 Stege um die beiden CFK Lagen zu verbinden, bei 2 Stegen sogar als Torsionsbox. An sich gehört sich das so weil Airex nicht unbedingt geeignet ist Kräfte zu übertragen. Andererseits haben meine Bäume auch ohne dieses Feature bisher gut funktioniert, mal sehen ob ich das mal ausprobiere.

Gruß Roland
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