Moin Modellbauer,
heute machen ich mit den Segeln weiter

Mir geht es dabei nicht um die Herstellung der profilierten Fläche sondern darum wie ich die Segel ausrüste.
Nachdem die Bahnen zusammengeklebt sind werden die Ecken, Segellatten etc. angezeichnet. Anschließend wird am Vorliek ein 5 bis 6 mm breiter Streifen aus Nummern/Verstärkungstuch aufgeklebt der das Vorliek gegen Überdehnung schützt. Die Verstärkungen in den Ecken werden auf beiden Seiten aufgeklebt. Insgesamt sollen es vier Lagen sein, am Hals reichen auch drei aus.
Das Vorliek des Großsegels bekommt noch runde Verstärkungen mit 8mm Durchmesser durch die, mithilfe eines spitzen Gegenstandes, Löcher gemacht werden um dort mit einer dünnen Schnur das Segel am Mast anzuschlagen. Ein durchbrennen mit einem Lötkolben ist nicht erforderlich, das hält auch so.
Am Vorliek der Fock kommen Laschen aus Icarex (oder irgendwas anderen das den Zweck erfüllt) mit einer Länge von ca. 10mm (weniger geht auch, mehr ist bei Leichtwindsegeln nicht so gut)
Die Latten bestehen aus dicker Mylarfolie (max. 350 Micron, CFK sieht schick aus bringt aber bei der Größe der Segel nichts). Sie werden mit doppelseitigen Klebeband aufgeklebt und hinten mit einem großen, runden Patch (16mm Durchmesser) und vorne mit einem kleinen, runden Patch (8mm Durchmesser) gesichert. Zwingend erforderlich sind die Verstärkungen nicht aber sie geben Vertrauen und sehen schick aus. Den vorderen Patch nicht zu groß machen. Durch die Aufdopplung wird das Segel in dem Bereich steifer, das ist aber nicht erwünscht.
Nachdem alles aufgeklebt ist, wird das Segel zugeschnitten. Nie mit einem Cutter arbeiten, immer mit einem Rollmesser schneiden!
Ich weiß das Segel auch leichter (geringeres Gewicht) und ggf. etwas flexibler in den Ecken hergestellt werden können. Mir geht es aber auch um die Haltbarkeit der Segel. Ich habe bei dieser Bauweise bisher sehr wenig Reklamationen bekommen.
Die Fotos sind etwas unsortiert ....
Noch Fragen?
Gruß
Arne