manta 2017 in 3D Druck

3D-Druck rund um die RG65..

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3D-Druck wird für den Modellbau immer interessanter.
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #201Beitragvon Torti » 26.08.2018, 20:12


Genau das meine ich... :mrgreen:
Hört sich blöd an, funktioniert aber.
MfG Torti

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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #202Beitragvon SUI 46 » 27.08.2018, 15:20


Hallo

Ich habe mich soeben durch den kompletten Thread gelesen. 3D Druck fasziniert. Sprich mich interessiert das Gebiet schon länger. Wegen Platzmangel und denn immensen Kosten hatte ich immer meine hemmungen.

Nun habe ich denn Anycubic Kossel Linear Plus gefunden und über diesen bin ich (Oh richtig staun :shock: ) schlussentlich wieder hier gelandet. :lol:
Nun meine Fragen:
Mich würde interessieren inwiefern dieser Drucker für einen Neuling taugt? Ist es möglich ohne grossen Zusatzinvestitionen etwas schlaues gedruckt zu bekommen?
Delta Bauweise, weil ich leider kein Platz für grösseres habe. Ich denke als gelernter Mech und Monteur sollte das doch machbar sein?

Gruess
OLI
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #203Beitragvon DeichKind » 27.08.2018, 16:13


Alles ist möglich mit einem gewissen Zeitaufwand...ich habe die Manta 2017 auf einem Anet A8 gedruckt.
Wer mit ein bisschen Technischem Vertändnis ausgerüstet ist sollte einen 3D Drucker in ein paar Wochen
gut beherschen.

Alles kein Hexenwerk...bei der Software bin ich mit Simplify3D sehr zufrieden.Ich finde den 3D Druck
echt Klasse,muss aber sagen das es mir mehr Spass macht mit meinen eigenen Händen etwas zu
dängeln,als am PC zu zeichnen und dann zu warten bis der kram gedruckt ist.

Deshalb steht mein Drucker nu eingestaubt in der Ecke....


Gruß Jörg
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #204Beitragvon Akerman » 13.10.2018, 09:40


Nach langer Abwesenheit mal wieder ein Update: Wir sind wieder in Heidenheim, allerdings noch eine ganze Weile temporär auf kleinem Raum untergebracht. Der Drucker und das Modellbauzeugs ist alles noch eingelagert, wird wohl Januar bis ich da rankomme bzw. das in den neuen Bastelkeller einräumen kann.

Auch die Weiterentwicklung in 3D CAD stockt weil wir noch kein festes Internet haben, und sobald man Fusion360 startet saugts einem die Daten auf dem Handy leer... :geek: eigentlich wollte ich an der IOM weiterarbeiten (dazu mehr später und an anderer Stelle), aber das wird wohl auch nächstes Jahr.

aber ganz im Sinne der Vorfreude habe ich ein sehr schönes Deltadrucker Projekt eines sympathischen Franzosen auf Kickstarter gesehen und unterstützt. Vielleicht gibt's zu Weihnachten nen neuen Drucker bzw. nen Sack Teile dafür ;) :bounce:
das Ding ist zwar nicht größer als mein bisheriger, sollte aber um Welten präziser und schneller sein. Zudem ist die Idee genial :respekt:
Sicher nichts für Einsteiger, man muss die gesamte Elektrik und Elektronik noch selbst dazukaufen.

http://kck.st/2PdQBDy

viele Grüße und fröhliches Drucken

Philipp
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #205Beitragvon stetson » 11.12.2018, 19:14


Der 1. gedruckte Bausatz ist fertig. :bounce:

20181211_183430_resized.jpg
Gruß Hano
aus dem "tiefen Westen"
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #206Beitragvon andyhoff » 11.12.2018, 20:58


Na dann setz das Puzzle mal zusammen :tup: ;)
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #207Beitragvon GER 420 » 04.01.2019, 12:25


Hallo Zusammen,

Lese in diesem Thread schon ein bisschen länger mit und spielte schon lange mit dem Gedanken mir einen 3D Drucker zuzulegen. Vor zwei Wochen war es dann soweit: Anycubic Kossel Linear Plus im Angebot und zack gekauft! :D

Jetzt bin ich seit einigen Tagen am rumspielen und hab auch schon die ersten Teile von Phillips Manta gedruckt. (An dieser Stelle vielen Dank für die STL Dateien und natürlich die Konstruktion :respekt: )
Jedoch mit gemischten Ergebnissen. Die Rumpfteile sind mit 0,6mm Wandstärke und Vasenmodus recht gut gelungen. Jedoch hatte ich einige Probleme mit der Mast-Kieltasche und den Kleinteilen wie Mastsicherung und Mastcontroller.

Die Mast-Kieltasche hatte ich erst ohne Brim und mit Lines als Stützstruktur gedruckt. Diese ließen sich zwar sehr gut entfernen, jedoch wurde der obere Teil mit dem die Masttasche ins Deck "einklicken" soll nicht so dolle... Naja seht selbst:

WhatsApp Image 2019-01-04 at 11.42.53.jpeg


Könnte aber auch daran liegen dass ich den vorgeschlagenen Infill Wert von 20% verwendet habe.

Naja auf jeden Fall machte ich in Cura für den zweiten Anlauf eine Änderungen. Infill erhöhte ich radikal auf 70% und die Lines als Stützstruktur mussten einem soliden Grid mit 20% weichen. Außerdem ging ich merklich mit der Geschwindigkeit runter.
Das Resultat nach 8 Stunden konnte sich sehen lassen:

WhatsApp Image 2019-01-04 at 11.42.53 (1).jpeg


WhatsApp Image 2019-01-04 at 11.42.54.jpeg


Ist natürlich noch mit Stützmaterialien aber ich spiele mit dem Gedanken diese nicht zu entfernen. Gibt dem Erstlingswerk etwas mehr Stabilität.
Jedoch bemerkte ich beim überprüfen des Sitzes im Rumpf, dass es nicht so richtig saß. Ich denke ich muss noch etwas nacharbeiten um den optimalen Sitz zu gewährleisten.

Wie bekommt ihr denn eure Kiel-Masttaschen so toll hin? gibt es einen Trick bezüglich der Stützstrukturen?
Wie lange dauern eure denn im Druck?

Mein zweites Problem ergab sich beim Mastcontroller:
Der Druck machte soweit keine Probleme jedoch passte das Teil beim Probesitzen nicht perfekt in das Deck. Das war eher ein "klemmen" als wirklich ein sitzen. Rutschen zur Feineinstellung der Mastposition tut das Teil so nicht.
Hier meine Frage: Wie weit wird das Deck an der Kiel und Masttasche ausgeschnitten? wird nur der ovale Ausschnitt für den Mast oder die ganze Vertiefung entfernt, sodass man den Controller direkt auf der Mast-Kieltasche befestigt (also ohne Deck dazwischen). Dort würde der Controller nämlich sehr gut Sitzen!

Mein drittes Problem gestaltete sich beim Drucken der von Andy Hoffmann konstruierten Segelnummer-schablonen für die DF95. Ich hab die Dateien runterskaliert auf RG Maße und eine nach der anderen gedruckt. Jedoch gelangen mir diese nicht wirklich gut. Die Innenkante war nicht schön glatt, die Nasen konnten nicht ineinandergesteckt werden und die Fase die extra erstellt wurde um das Ansaugen der Tinte zu vermeiden war nicht erkennbar...
Meine Vermutung: 100% Infill ist nicht immer optimal für ordentliche Druckergebnisse. Was habt ihr denn als optimalen Infillwert für kleinere Bauteile gefunden? Hattet ihr auch schonmal Probleme bei 100% Infill?

Jetzt hab ich euch aber genug belabert und durchlöchert.

Ich freue mich auf eure Antworten :)

Gruß
Bene
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #208Beitragvon Donk » 05.01.2019, 11:54


na dann versuche ich mich mal, dir zu helfen...

Also alles am Infillwert festzumachen, ist der falsche Weg.
Du solltest mit Kalibrieren vom Drucker beginnen!
Als erstes einen "Temperaturtower" drucken um die optimale Drucktemperatur für dein eingesetztes Material zu ermitteln.
Danach solltest du einen XYZ_Kalibrierungswürfel drucken. Dort kannst du die Maßhaltigkeit prüfen!

Als Tipp: ich drucke als Standart mit einem Düsendurchmesser von 0,5mm und gebe in meinem Slicer (S3D) auch eine Druckbreite von 0,5mm an.
Die Druckbreite kannst du durch reduzieren von "Flow" -"Extrusions-Multiplikator" stark beeinflussen! Mein Flow steht im S3D auf 0,9 bei PLA und bei PETG auf 1,0.

zu deinem 1. Problem:

GER 420 hat geschrieben:Die Mast-Kieltasche hatte ich erst ohne Brim und mit Lines als Stützstruktur gedruckt. Diese ließen sich zwar sehr gut entfernen, jedoch wurde der obere Teil mit dem die Masttasche ins Deck "einklicken" soll nicht so dolle...


In deinem Slicer die Anzahl der "oberen" und "unteren" Layer erhöhen, sollten das Problem beheben... oder den Abstand zwischen Stützstruktur und Bauteil anpassen (dies kann aber auch wieder mit einem schlecht kalibrierten Drucker zusammenhängen... wenn deine eingestellten Layer aus dem Slicer nicht auch tatsächlich aus der Düse kommen fällt das ganze System zusammen)

zu deinem 2. Problem:

GER 420 hat geschrieben:Der Druck machte soweit keine Probleme jedoch passte das Teil beim Probesitzen nicht perfekt in das Deck. Das war eher ein "klemmen" als wirklich ein sitzen.


-> eindeutig falsch kalibriert!

zu deinem 3. Problem:

GER 420 hat geschrieben:Mein drittes Problem gestaltete sich beim Drucken der von Andy Hoffmann konstruierten Segelnummer-schablonen für die DF95. Ich hab die Dateien runterskaliert auf RG Maße und eine nach der anderen gedruckt. Jedoch gelangen mir diese nicht wirklich gut. Die Innenkante war nicht schön glatt, die Nasen konnten nicht ineinandergesteckt werden und die Fase die extra erstellt wurde um das Ansaugen der Tinte zu vermeiden war nicht erkennbar...


Runterskalieren ist auch nicht immer der richtige Weg... dadurch wird ja auch deine in dem Fall benötigte Fase kleiner... richtig wäre neu zeichnen!
Oder was auch helfen kann, eine kleiner Düse und eine geringere Layerhöhe einzustellen.
Nur wird dadurch deine Fase auch nicht größer ;)

GER 420 hat geschrieben:Meine Vermutung: 100% Infill ist nicht immer optimal für ordentliche Druckergebnisse. Was habt ihr denn als optimalen Infillwert für kleinere Bauteile gefunden? Hattet ihr auch schonmal Probleme bei 100% Infill?


kann ich nicht bestätigen...
Infill hat kaum / keinen Einfluss auf die Qualität von deinem Druckteil. Eher Zeitersparnis und Stabilität! Die Qualität kommt von sauber eingestellten Layern mit optimaler Druckbreite sowie je nach gewünschter Qualität der Layerhöhe und natürlich der Druckgeschwindigkeit!


Der Anfang ist schwer... man muss sehr viel probieren! Ging mir auch so... und noch bin ich lange nicht perfekt und drucke auf noch öfter für die Müllkiste...
So musst du für jeden Filamenthersteller, Filamentfarbe, Filamentmaterial sowie Layerhöhen und Geschwindigkeiten "Profile" herausfindenund das durch testen testen und nochmal testen!
Ich habe im S3D sehr viele verschiedene Profile angelegt und das über viele Testdrucke erarbeitet. Es kostet viel Zeit, aber spart im nachhinein viel Frust! Weil je nach Anspruch das entsprechende Profil gewählt werden kann und nicht mehr hin und her geändert werden muss!

Ich hoffe ich konnte helfen... und nun viel Erfolg beim einstellen!
Grüße aus Leipzig
Andreas

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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #209Beitragvon GER 420 » 05.01.2019, 19:30


Hallo Andreas

Danke für deine ausführliche Antwort.

Dann werde ich mich mal ans kalibrieren machen...

Nebenbei hab ich mir mal das hier oft erwähnte NX2 besorgt. Damit sind die Ergebnisse schon wesentlich besser geworden... Naja mal sehen wies nach dem einstellen ausschaut.

Gruß
Bene
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Re: manta 2017 in 3D Druck

Beitrag: #210Beitragvon haegar » 05.01.2019, 19:52


Andreas hat das Wesentliche eigentlich schon gesagt. Deshalb nur ein paar Ergänzungen.

Den Drucker richtig einzustellen ist mühsam und Dauer am Anfang lange. Als Anfänger tendiert man meist dazu, zu viel Material in den Druck zu pressen. Wichtig ist aber das richtige Verhältnis von Flow (EM - Extrusion multiplier) und Linienbreite (EW - Extrusion width ). Für PLA ist ein EM von 0,9 ein guter Startwert, die richtige EW kann durchaus erheblich kleiner sein als der Düsendurchmesser und muss für jede Düse neu bestimmt werden. Wichtig ist auch der richtige Filamentdurchmesser. Den muss man für jede Rolle neu ermitteln. Die 1,75 mm werden selten eingehalten. Es reicht aber nicht einmal zu messen, da sollte man über mehrere Meter Mittel und jede Stelle dreimal um je 120 Grad versetzt messen, um die Durchmesserschwankungen auszumitteln. Außerdem erkennt dabei schlechte Filamente, deren Dickenschwankungen aus der Toleranz fallen.

Wichtig ist es am Anfang einen Temptower zu drucken, um die richtige Drucktemperatur zu ermitteln. Das EM/EW Verhältnis stellt man mit einem Testwürfel mit Loch ein. Ein ausführliche Beschreibung würde hier den Rahmen sprengen, das wird in den diversen 3d Druck Foren ausführlichst behandelt. Dort findest Du auch die Testobjekte zum Download.

Deine Probleme hören sich für mich nach viel zu hohem Flow und möglicherweise zu eng geleveltem Bett an. Dabei wird zu viel Material zu breit gequetscht und es entsteht ein sog. Elefantenfuß. Da gibt es für die erste Schicht im Slicer auch eine Korrekturmöglichkeit. Außerdem wirst Du es nicht schaffen, Innen- und Außenmaße gleichzeitig exakt zu treffen. Beim Fräsen gibt es eine Korrektur für den Fräserdurchmesser. Das können die Slicer bislang nicht. Ich habe den Rutscher auch nicht im ersten Durchlauf passend bekommen. Bei mir war es damals ein Elefantenfuß.
Gruß aus Teltow
Achim
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